Kita-Schlichtung: Knapp 7 Millionen Euro Mehrkosten für Dresden

Die sich aus der Schlichtungsempfehlung ergebenden zusätzlichen Personalkosten betragen für die Landeshauptstadt im laufenden Jahr bis zu 3,3 Millionen Euro. Ab 2016 werden sie mit jährlich rund 6,7 Millionen Euro zu Buche schlagen. +++

Eine Annahme des Schlichtungsergebnisses stellt den Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen ab dem 1. Juli 2015 gleichwohl vor eine Herausforderung. Die sich aus der Schlichtungsempfehlung ergebenden zusätzlichen Personalkosten betragen im laufenden Jahr bis zu 3,365 Millionen Euro. Ab 2016 werden die hieraus resultierenden Mehraufwendungen mit jährlich etwa 6,730 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Sozialbürgermeister Martin Seidel zeigt sich deshalb zum einen erleichtert, dass mit dem Schlichterspruch ein Meilenstein zur Beendigung der Tarifauseinandersetzung erreicht wurde. „Ich sehe in dem Schlichterspruch und der damit verbundenen besseren Eingruppierung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst einen wichtigen Beitrag, die gesellschaftliche Anerkennung der Leistungen der pädagogischen Fach- und Führungskräfte auch finanziell widerzuspiegeln.“ Martin Seidel fügt aber hinzu: „Mit Sorge sehe ich andererseits die Zusatzbelastung für den Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen, der schon jetzt ein Defizit bewältigen muss.“ Neben dem für das laufende Jahr zu erwartenden Defizit bei den Betriebskosten in Höhe von 4,244 Millionen Euro müssen die höheren Personalkosten gleichermaßen aufgefangen werden.

Derzeit sind 2634 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Eigenbetrieb Kindertageseinrichtung angestellt. 2500 davon sind Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst und damit unmittelbar von dem Schlichterspruch betroffen.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden