Kita-Tarifstreit: Erhebliche finanzielle Auswirkungen für Dresden

Oberbürgermeisterin Helma Orosz begrüßt die Einigung im Kita-Tarifstreik. Aber diese hat ihren Preis:

„Es ist gut, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber sich auf einen gemeinsamen Weg geeinigt haben“, sagt Oberbürgermeisterin Helma Orosz zum Ergebnis der Tarifverhandlungen für die Erzieherinnen und Erzieher in kommunalen Kindertageseinrichtungen.

„Die positive Seite dieses Arbeitskampfes war, dass die frühkindliche Erziehung und Bildung im Fokus gesellschaftlicher Diskussionen geblieben ist. Dies muss sich auch in der Wertschätzung des Berufstandes der Erzieherinnen und Erzieher ausdrücken. Insofern freue ich mich für unsere rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass ihre Arbeit künftig besser entlohnt wird.“

Die gestern erzielte Einigung im Kita-Tarifstreit hat aber ihren Preis. Die zusätzlichen Personalkosten in den Kitas, die sich in Trägerschaft des städtischen Eigenbetriebes befinden, belaufen sich für 2010 auf ungefähr 2,1 Millionen Euro. Tritt der Tarifvertrag wie geplant schon im November diesen Jahres in Kraft, ist 2009 mit einem Mehraufwand von 350.000 Euro zu rechnen.

Der Anstieg der Elternbeiträge, der sich allein aus den ausgehandelten Tarifanhebungen ergibt, wird voraussichtlich im Jahr 2010 rund 3,5 Prozent betragen. Zur Erläuterung: Der sächsische Gesetzgeber hat vorgesehen, dass Eltern von Kindern im Krippenbereich mit 23 Prozent und Eltern von Kindern in Horten und Kindergärten mit 30 Prozent an den Betriebskosten (dazu gehören auch die Personalkosten) der Kita beteiligt werden.

OB Orosz: „Ich erhoffe mir angesichts dieser Entwicklung schon, dass die Kosten nicht alleine von den Eltern und den Kommunen getragen werden müssen. Ich hoffe, dass der Freistaat sich wie bisher an dieser Kostenentwicklung beteiligt.“

Quelle: Stadt Dresden

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