Klassenbildung für das Schuljahr 2010/2011 in Sachsen

Das Ministerium hat am vergangenen Freitag die Schulträger über das Ergebnis der Anhörung zur Klassenbildung informiert. Zehn Grundschulen und sieben Mittelschulen können keine neue Eingangsklasse im kommenden Schuljahr bilden. +++

Im Rahmen des Anhörungsverfahrens hat das Kultusministerium die Klassenbildung bei einer Grundschule und vier Mittelschulen genehmigt. Bei diesen Fällen wurde festgestellt, dass trotz zu geringer Schüleranmeldungen in Klassenstufe 1 und 5 dennoch ein öffentliches Bedürfnis vorliegt. In weiteren vier Fällen konnten an Grundschulen die Eingangsklassenstufen eingerichtet werden, weil sich doch noch mindestens 15 Schüler angemeldet haben.

Um die Leistungsfähigkeit des bestehenden Schulsystems sichern zu können, müssen die im Schulgesetz vorgegebenen Rahmenbedingungen konsequent eingehalten und umgesetzt werden. Das gibt Eltern, Schülern und Lehrern Planungssicherheit und garantiert zugleich die Qualität von Schule.

Die Verfahren zu einer Mittelschule und zwei Grundschulen sind noch nicht abgeschlossen. Eine Endaufhebung zum 01.08.2010 erfolgt an einer Mittelschule und zwei Grundschulen. 2011 werden dann fünf Mittelschulen und eine Grundschule den Schulbetrieb auf Grund des Entzugs der Mitwirkung durch den Freistaat Sachsen einstellen.

Seit dem 16. März 2010 liegen bei den Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur die vorläufigen Anmeldezahlen der zukünftigen Erst- und Fünftklässler für die einzelnen Schularten vor. Mit Hochdruck wird seitdem an der Klassenbildung für alle allgemeinbildenden öffentlichen Schulen gearbeitet. Bis Mitte Mai erhalten Eltern die Information, an welcher Schule ihre Kinder im neuen Schuljahr ab 9. August – lernen werden.

Hintergrundinformationen:
Voraussetzungen zur Klassenbildung (§ 4a Schulgesetz):
Grundschulen sollen mindestens einzügig sein und in der Eingangsklasse mindestens 15 Schüler haben. Insgesamt gibt es in Sachsen 769 öffentliche Grundschulen.

Mittelschulen sollen insbesondere zur Sicherstellung der beiden Bildungsgänge, die zum Hauptschul- und zum Realschulabschluss führen (für die Klassen oder Gruppen gebildet werden müssen) mindestens zweizügig sein. Hier muss außerdem die Mindestschülerzahl von 20 Kindern pro Klasse eingehalten werden (= 40 Schüler in der Eingansstufe 5). In Sachsen gibt es 282 öffentliche Mittelschulen.

Gymnasien sollen wegen der Profilbildung und der Kursbildung in der Oberstufe mindestens dreizügig sein und die Mindestschülerzahl 20 einhalten (= 60 Schüler in der Eingangsstufe 5). 118 öffentliche Gymnasien gibt es in Sachsen.

Nur in begründeten Ausnahmefällen sind Abweichungen gemäß § 4a Abs. 4 Schulgesetz von diesen Vorgaben zulässig.

Quelle: Pressestelle Sächsisches Staatsministerium des Kultus

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