Klettern im Zeisigwald endgültig untersagt

Chemnitz- Das Klettern hat sich in den letzten Jahren zu einem der liebsten Zeitvertreibe schlecht hin gemausert. Ganz vorn dabei das Kraxeln im Freien. Kein Wunder also, dass es die Chemnitzer Naturfreunde in den Zeisigwald zieht. Dieser ist mit seinen alten Steinbrüchen ein beliebter HotSpot für die Hobbykletterer.

Vor allem an den Tagen, wo der Winter nur noch leicht zu spüren ist, treibt es viele Besucher in den Nordosten der Stadt. Der Spaziergang durch die größte zusammenhängende Waldfläche von Chemnitz ist Balsam für die Seele. Allerdings bleibt es nicht immer bei einem Fußmarsch. Immer wieder kommt es vor, dass begeisterte Kletterer sich an den Abhängen des Fuchsbergsteinbruchs ausprobieren. Doch diese so einladenden Location ist eigentlich äußerst ungeeignet für einen spontanen Kletterausflug, so zumindest die Meinung des Umweltamtes.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde im Zeisigwald Hilbersdorfer Porphyrtuff abgebaut. Im Gelände existieren deswegen Steinbruchwände, die bis zu 25 Meter hoch sind. Mittlerweile sind diese bewaldet. 1973 wurde dieser Steinbruch, sowie der angrenzende Ratssteinbruch aufgrund der geologischen Bedeutuntg als Flächendenkmal unter Schutz gestellt.

Nun teilte das Umweltamt mit, dass das Felsklettern im Fuchsbergsteinbruch ab sofort untersagt ist, da immer wieder Kletterhaken im Gestein festgestellt wurden. Wir haben bei der Stadt nachgefragt, wieso diese Maßnahmen so wichtig sind. Die gefundenen Kletterhaken wurden nun entfernt. Künftig sollen Schilder mit der Aufschrift „Klettern Verboten“ aufgestellt werden.

Hintergrund dieser Regelung ist nicht nur der Schutz der Wald-Besucher, sondern auch die Erhaltung der Flora und Fauna im Gebiet. Der rutschige Waldboden kann immer zu Unfällen führen, bei der nicht nur die Natur zu schaden kommt.