Klimakonferenz mit dem Thema „Energetisch korrekt in die Zukunft? – auch Leipzig muss handeln!“

Vor der morgen stattfindenden
Klimakonferenz in Leipzig unter dem Titel „Energetisch Korrekt in die Zukunft?“
forderte Jürgen Kasek, Vorstandssprecher von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig die
Stadt zu einem entschiedeneren Handeln auf und forderte gleichzeitig, dass die
Stadtwerke Leipzig aus dem Handeln mit Atomstrom aussteigen.

„Man muss nüchtern konstatieren,
dass die Stadtwerke Leipzig nach wie vor 19 % Atomstrom im Angebot haben und 55
% Strom aus fossilen Energieträgern“, so Kasek. Angesichts der aktuellen
Debatten sei dies deutlich zu viel. Insbesondere die 19 % Atomstrom seien
hierbei zu kritisieren.

Gerade vor dem Hintergrund der
Katastrophe in Fukushima und den Ereignissen am Wochenende in Deutschland muss
Leipzig bei seinen kommunalen Unternehmen stärker darauf hinwirken, dass diese
tatsächlich energetisch korrekt arbeiten.

„Wir haben uns damals auch gegen den
Verkauf der Stadtwerke ausgesprochen, da die Stadt auf ein kommunales
Unternehmen höhere Einflussmöglichkeiten hat und wir grüne Stadtwerke wollen“,
erinnerte Kasek an den Bürgerentscheid im Jahre 2008, bei dem sich auch die
Bündnisgrünen gegen einen Verkauf der Stadtwerke ausgesprochen hatten.

„In den letzten Jahren ist hier zu
wenig passiert. Die Ökobilanz der Stadtwerke Leipzig ist insgesamt genau wie die
Bilanz der Stadt ausbaufähig, vorsichtig formuliert“, kritisierte Kasek.

Die Stadt muss hier die Weichen
stellen. Die Bürger haben am Wochenende deutlich gemacht, dass es keine Zukunft
für die Atomenergie in Deutschland geben kann und dass das Ende dieser
Hochrisikotechnologie besser heute als morgen stattfinden soll.

Davor kann sich auch die Stadt
Leipzig nicht verschließen. Insbesondere muss die Stadt als Gesellschafter der
Stadtwerke die Weichen stellen für eine atomstromfreie Zukunft der Stadtwerke.
So haben unter anderem die Stadtwerke Jena sich inzwischen dafür entschieden auf
Atomstrom zu verzichten.

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig
fordern daher, dass die Stadtwerke sich deutlich stärker im Bereich der
Erneuerbaren Energien engagieren und dass so schnell wie möglich der Handel mit
Atomstrom beendet wird. Die Einführung eines reinen Ökostromtarifs bei den
Stadtwerken, mit attraktiven Preisen und entsprechender Vermarktung, kann auch
Kunden, die inzwischen zu Ökostromanbietern gewechselt sind, wieder zu den
Stadtwerken zurückholen.

„Die Mehrheit in der Ratsversammlung
muss jetzt beweisen wie ernst es ihr tatsächlich mit einer ökologischen Zukunft
für Leipzig ist. Wir werden das sehr genau beobachten!“, so Kasek.