Klinikpartnerschaft zwischen Ho-Chi-Min-Stadt und Leipzig

Leipzig - Brücken bauen in der Medizin - Das soll das Ziel der Kooperation zweier Kliniken sein, die über 9.000 Kilometer Luftlinie trennen. Gemeint sind das Leipziger St. Georg Klinikum und das Militärhospital 175 in Ho-Chi-Minh-Stadt. 

Bereits seit den 1970er Jahren verbindet beide Städte eine enge Städtepartnerschaft. Diese soll nun auch in der Medizin ihren Widerklang finden. Seit diesem Sommer besteht eine Kooperation beider Krankenhäuser, deren Ziel es ist sich in verschiedenen medizinischen Fachbereichen auszutauschen.

Dr. Hoang Thi Phong Lan ist Ärztin für Traditionelle Asiatische Medizin und hospitiert seit Anfang Oktober in der Messestadt. Für die erfahrene Medizinerin eine spannende Reise in das Partnerland.

"Ja zuerst musste ich mich natürlich an den Arbeitsalltag hier gewöhnen, denn der ist ganz anders als in Vietnam. In Vietnam haben wir zum Beispiel acht Ärzte, die sich nur um traditionelle Medizin kümmern, hier sind es gerade mal zwei Kolleginnen. Außerdem üben wir in der Behandlung mehr Kraft aus. Da mussten sich auch die Patienten erst dran gewöhnen. Mit einem Vorgespräch funktioniert die Behandlung jetzt aber sehr gut."

Im Rahmen der Klinikpartnerschaft sollen besonders vietnamesische Physiotherapeuten ausgebildet, aber auch die traditionell asiatische Medizin hier in Leipzig verbessert werden.

Anja Kupfer ist am St. Georg Oberärztin für Intensiv- und Schmerztherapie. Die Kooperation ist für Sie die ideale Möglichkeit sich in der asiatischen Medizin weiterzubilden und das nicht nur aus Büchern.

Grundlage der Partnerschaft ist das gegründete deutsch-vietnamesische Gesundheitszentrum, kurz DVGZ, das den Erfahrungsaustausch für beide Seiten möglich machen und erleichtern soll.

Ein erfolgreiches Projekt, das für die Patienten im St. Georg neue Behandlungsformen ermöglicht und weiter dazu beiträgt, dass Leipzig und Ho-Chi-Min-Stadt trotz der Entfernung enger zusammenrücken.