Klinikum Dresden bleibt auf Erfolgskurs

Dem Dresdner Universitätsklinikum ist es im Jahr 2012 gelungen, seine Erlöse um gut 4,7 Prozent, das ist ein Plus von 16,7 Millionen, zu steigern. Die Strategie, das Klinikum noch stärker auf die Hochleistungsmedizin auszurichtenm, zahlte sich somit aus. +++

Trotz der in Deutschland unverändert schwierigen Lage in der stationären Krankenversorgung blickt das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden auch wirtschaftlich auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurück: Bei 350 Millionen Euro an Gesamterlösen erzielte das Klinikum ein positives Betriebsergebnis von 5,2 Millionen Euro. Nach Abzug von unter anderem investitionsbedingten Effekten sowie Steuern bleibt ein positives Gesamtergebnis von einer halben Million Euro. Diese Zahlen stellen die Vorstände des Universitätsklinikums, Prof. Michael Albrecht und Wilfried Winzer, im Jahresbericht 2012 vor, der in dieser Woche erschienen ist. Unter dem Titel „Universitätsklinikum Carl Gustav Carus im Fokus – Spitzenmedizin aus Dresden“ präsentiert sich der Maximalversorger auf insgesamt 96 Seiten in der redaktionellen Form eines Nachrichtenmagazins. „Die Geschichten dieses Heftes drücken den unbedingten Willen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums aus, etwas für ihre Patienten und für die Wissenschaft zu bewegen“, schreiben die Vorstände im Editorial. Dieses Engagement ist ein wichtiger Moment für den wirtschaftlichen Erfolg des Klinikums, der sich auch für die Belegschaft finanziell auszahlt. Rund 3.900 Beschäftige erhalten Mitte Juli die im Haustarif festgeschriebene erfolgsabhängige Einmalzahlung.

Dem Dresdner Universitätsklinikum ist es im Jahr 2012 gelungen, seine Erlöse um gut 4,7 Prozent – das ist ein Plus von 16,7 Millionen – zu steigern. Damit zahlte sich die die Strategie des Vorstandes aus, das Klinikum noch stärker auf die Hochleistungsmedizin auszurichten. „Wir haben das Ziel, uns verstärkt auf unseren Auftrag ‚Hochleistungsmedizin‘ zu konzentrieren, erreicht. Mit dem daraus resultierenden Jahresergebnis gehören wir zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Universitätsklinika Deutschlands“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. Als wichtige Bereiche der Hochleistungsmedizin nennt der Sprecher des Vorstands die Versorgung von Krebspatienten vor allem durch Chirurgen, Internisten und Strahlentherapeuten oder die Neurochirurgie: „Wir haben eine gezielte Expansion in diesen Segmenten angeschoben und ein Plus an komplizierten Leistungen, also die Konzentration auf die schwierigen Fälle, auf den Weg gebracht. Die 2012-er Zahlen zeigen uns, dass wir zur richtigen Zeit den richtigen Weg eingeschlagen haben“, so Prof. Albrecht. Dazu lieferten die 2012 berufenen Professuren wichtige Impulse. So nahmen im Zuge des Generationswechsels drei neue Klinikdirektoren ihre Arbeit auf. Dies waren die Kinder- und Jugendmedizin (Prof. Reinhard Berner), die Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Prof. Pauline Wimberger) und die Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (Prof. Jürgen Weitz). Auch die vollständige Inbetriebnahme des Diagnostisch-Internistisch-Neurologischen Zentrums erhöhte die Effizienz des Klinikumsbetriebs, was sich ebenfalls in der Gesamtbilanz positiv niederschlug.
 
„Der bundesweite Vergleich zeigt, dass unsere Mitarbeiter zu den produktivsten der deutschen Uniklinika zählen. Ihr Engagement und ihre Leistungsbereitschaft bilden die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs“, sagt der Kaufmännische Vorstand des Uniklinikums, Wilfried Winzer. Dies zahlt sich für die Belegschaft aus: Die direkt vom Universitätsklinikum angestellten Mitarbeiter erhalten mit der aktuellen Gehaltszahlung die im Haustarifvertrag vereinbarte erfolgsabhängige Einmalzahlung. Die positive Bilanz des Vorstands beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf die wirtschaftliche Dimension. Auch die Qualität und die Expertise der 21 Kliniken und drei Institute des Universitätsklinikums liegen im bundesweiten Vergleich ganz vorn. Dies bestätigte zum Beispiel Deutschlands größter, im Mai 2013 erschienener Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“. Auf der Basis von Qualitätsdaten sowie einer Befragung von insgesamt 22.000 Ärzten erreichte das Dresdner Uniklinikum den vierten Platz des Rankings unter allen deutschen Krankenhäusern.

Trendwende auch in den Ambulanzen
2012 ging es verstärkt nicht mehr darum, pauschal mehr Patienten zu behandeln, sondern diejenigen, die wirklich einer Maximalversorgung bedürfen. So sank die Zahl der vollstationär versorgten Kranken 2012 im Vergleich zum Jahr davor um 779 auf 53.916 Fälle. Möglich wurde dies anderem durch Kooperationen mit anderen Krankenhäusern sowie den Ausbau der ambulanten oder teilstationären Versorgung von Patienten. Parallel zu dieser Entwicklung stiegen die Werte, mit denen der Schweregrad der zu behandelnden Erkrankungen gemessen werden – in der Summe aller stationären Patienten ebenso wie beim daraus gebildeten Durchschnittswert. Dieser Case Mix Index (CMI) kletterte von 1,313 (2011) auf 1,382 im vergangenen Jahr. In diesen Wert sind keine kardiologischen und kardiochirurgischen Fälle enthalten, da diese vom Herzzentrum Dresden behandelt werden. Auch die durchschnittliche Verweildauer am Dresdner Uniklinikum belegt den Zuwachs von schwerer erkrankten Patienten. Während sie 2012 im Durchschnitt 6,67 Tage im Uniklinikum lagen, waren es im Jahr davor 6,37. Das bedeutet eine Zunahme um fünf Prozent.

Die intensivierte Hinwendung zur Hochleistungsmedizin schlug sich 2012 in einer leicht gesunkenen Zahl der im Rahmen des Hochschulambulanzvertrags versorgten Patienten nieder. Das Universitätsklinikum bekommt für diese primär für Forschung und Lehre zugelassenen ambulanten Leistungen einen Pauschalbetrag pro Patient und Quartal, wobei die Zahl auf 153.000 pro Jahr begrenzt ist. Alle weiteren Fälle werden nicht vergütet. Ausgenommen von diesem Vertrag sind hochspezialisierte und gesondert abrechenbare Angebote wie beispielsweise die des Multiple-Sklerose-Zentrums der Klinik für Neurologie. Der Rückgang des Anteils von Hochschulambulanzfällen war aus strategischen Gründen vom Klinikumsvorstand angestrebt worden. Tatsächlich sank 2012 die Zahl der nicht vergüteten ambulanten Fälle um 8.639 – im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von knapp fünf Prozent.

Nachrichtenmagazin statt Aufzählung reiner Fakten
Mit dem aktuellen Jahresbericht wirft das Klinikum weniger einen Blick in die Vergangenheit, sondern schaut nach vorn. Unter dem Titel „Universitätsklinikum Carl Gustav Carus im Fokus – Spitzenmedizin aus Dresden“ legt das 96 Seiten starke Heft mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren den Schwerpunkt vor allem auf Techniken und Behandlungsmethoden, die der Medizin von morgen neue Impulse verleihen und zeigt, wie Topmedizin von heute Menschen hilft. Dazu gehört die Protonentherapie ebenso wie die Tiefenhirnstimulation, der Da-Vinci-OP-Roboter oder erfolgreiche Strategien gegen Leukämie. Das Heft liegt im Klinikum aus und steht als PDF-Datei im Internet zum Download bereit unter http://www.uniklinikum-dresden.de/das-klinikum/jahresbericht

Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden