Knappe Niederlage für HCE nach Corona-Zwangspause

Dresden - Der Zweitligist HC Elbflorenz traf Sonntag Abend im Ostderby auf Dessau Roßlau. Für den HCE war es das erste Spiel nach knapp einmonatiger Corona-Zwangspause. Es war vor Spielbeginn deshalb unklar, wie die Mannschaft von Trainer Rico Göde auftreten würde.

Es war ein packendes und vorallem enges Spiel zwischen dem HC Elbflorenz und dem Dessau Roßlauer HV am Sonntagabend in der Ballsportarena. 28:29, lautete der Endstand nach 60 kräftezehrenden Minuten. Ein Ergebnis, dass alles andere als selbstverständlich ist, denn der HCE musste sich vor knapp einem Monat nach mehreren Corona-Fällen im Team geschlossen in Quarantäne begeben. Mittlerweile geht es dem Team von Trainer Rico Göde wieder besser, doch die Krankheit ist auch an den Spielern nicht spurlos vorbeigegangen.

Und die Spielfreude des HCE konnte man von Beginn an sehen. Bereits nach einer Minute schaltete Lukas Wucherpfennig gedankenschnell und brachte den HCE mit 1:0 in Führung. Kurz darauf verwandelte er den ersten Freiwurf der Partie von der 7m Linie. Dresdens Torwart Mario Huhnstock sorgte mit mehreren Glanzparaden dafür, dass zunächst die Null stehen blieb. Aber auch sein gegenüber im Tor von Dessau, Philip Ambrosius stand ihm um nichts nach und parierte souverän den Ball von Ivar Stavast. Kurz darauf musste Dessaus Keeper doch hinter sich greifen, als Dresdens Lukas Wucherpfennig den Ball gekonnt zum zwischenzeitlichen 5:1 ins Tor zwirbelte. Wenige Sekunden später schlug der Ball ins Gehäuse vom zuletzt stark spielenden Mario Huhnstock ein. 5:2 lautete der neue Spielstand. Nach zwei Gelben Karten an die Dessauer Scheitelhauer und Bielzer nah das Spiel weiter Fahrt auf. Dresdens Jonas Tümmler kämpfte sich durch die gut stehende Abwehrreihe der Dessauer und traf zum zwischenzeitlichen 8:4. Zur Hälfte der ersten Halbzeit drehten die Dessauer richtig auf. Mit 4 schnellen Gegentoren verkürzten die Gäste zum 8:8. Nach Foul an Dresdens Kretschmer verwandelt Wucherpfennig den fälligen 7-Meter zum 10:9. Die Tiger zogen kurz darauf mit zwei Toren von Nils Kretschmer weg. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gelang Dessau noch der Ausgleich. 13:13 lautete der Halbzeitstand in der Ballsportarena.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Glanzparade von Dessaus Keeper Ambrosius, der mit einer Quote von knapp 33 % seinen Kasten sauber hielt. Das Spiel nahm im Folgenden wieder mehr Fahrt auf. Schnelle Pässe und vor allem viele Tore auf beiden Seiten, wie hier von Dresdens Dumcius zum 16:15, hielten die Partie spannend. Kurz darauf flog der Ex-Dessauer Philip Jungmann nach Foul mit Rot vom Feld. Dresden reagierte prompt und nahm seinen Schussmann aus dem Tor und spielte mit 7 Feldspielern weiter. Der schnelle Gegenangriff der Gäste aufs leere Tor der Dresdner wurde belohnt und brachte Dessau die Führung zum Zwischenzeitlichen 16:18. Wenige Sekunden später hatte Dresden das Spiel nach Treffern von Dumcius und Greß wieder gedreht. Eine Viertelstunde vor dem Ende kassierten die Gäste nach foul an Dumcius eine 2-Minuten-Zeitstrafe. Durch das Überzahlspiel gelangen dem HCE Treffer auf das leere Tor der Gäste, jedoch könnte sich der Gastgeber nicht bedeutend absetzen. Wenig später brachte Nils Kretschmer mit zwei Treffern die Elbestädter wieder in Führung. 21:20. Doch die Dessauer haben sich noch lang nicht aufgegeben und kämpften sich immer wieder ran. Zehn Minuten vor dem Ende entschied sich DRHV Keeper Ambrosius für die falsche Ecke, machte so Jonas Thümmler Platz und dieser netzte zum 22:21 ein. Die letzten Minuten waren dann geprägt von vielen Seitenwechseln und sehenswerten Treffern. Wie der zum 23:23 von Dessaus Bielzer, der sich durch die Dresdner Abwehr durchtankte. Mit noch 5 Minuten auf der Uhr und beim Stand von 25:25 holte HCE Trainer Göde seine Jungs nochmal zu sich, um die letzten Anweisungen zu geben. Die Ansage schien gefruchtet zu haben, denn die Dresdner griffen weiter an und blieben nach Treffern von Greß und Wucherpfennig in Führung. Unbeeindruckt davon, glichen die Gäste zum 28:28 durch Löser aus. Dieser machte kurz darauf mit dem 28:29 den Deckel zu und bescherte dem Dessau-Rosslauer HV wichtige zwei Punkte. Der HC Elbflorenz zeigte sich trotz der knappen Niederlage als fairer Verlierer, allen voran HCE Topscoorer Lukas Wucherpfennig.

In den kommenden 40 Tagen warten noch 9 Spiele auf den HCE. Köpfe hängen lassen kommt für Rico Göde und seine Jungs allerdings nicht in Frage. Zuhause ist der HC Elbflorenz erst wieder am 28. Mai im Nachholspiel gegen Rimpar und zwei Tage später im Spiel gegen Ferndorf gefordert.