Kneipen, Cafés, Bistros: Leipzigs Gastronomen in der Krise

Leipzig - Krisensitzung bei Sachsens Gastronomen: Am Dienstagabend trafen sich rund 50 Besitzer von Kneipen, Cafés und Bistros in der Leipziger Bar "Barfusz", um über die aktuelle Situation zu debattieren. Denn ab Donnerstag dürfen die Speisegaststätten nur zwischen 6 Uhr morgens und 18 Uhr öffnen.

Sachsens Gastronomen vor schwieriger Aufgabe

Grund ist eine Verordnung des Freistaates, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Für viele Betriebe bedeutet das eine wirtschaftliche Notsituation, denn die Umsätze gehen durch die spärlichen Lokalbesucher in den Keller. In den meisten Fällen kommt das Kurzarbeitergeld infrage, aber auch Kündigungen sind möglich. Den Betroffenen soll nun geholfen werden. Organisiert hat den Krisenstammtisch die Leipzigerin Peggy Lau. 

Von einer kleinen WOK-Bar über den Panorama-Tower bis zum Killiwilly. Die Anwesenden setzen sich aus einem bunten Mix von sächsischen kleinen und großen Gastronomen zusammen. Aber auch Großhändler waren vor Ort, schließlich haben alle ähnliche Probleme. Die Krise verbindet sie. Ob trotz der verkürzten Öffnungszeiten die Stammgäste den Lokale, Cafés und Co die Treue halten, bleibt abzuwarten. Erschwerend kommt dazu, dass die Häuser sich an die begrenzten Besucherzahlen und an den Abstand zwischen den Tischen halten müssen. Welche Auswirkungen also auf die Gastronomen zukommen, wird sich wohl erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.