Königlicher Besuch aus Dänemark zu Gast in Sachsen

Vor genau 300 Jahren besuchte der dänische König Frederik IV. den sächsischen Kurfürsten August den Starken. Am Wochenende reisen Königin Margrethe II. von Dänemark und ihre Schwester Prinzessin Benedikte nach Dresden.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich und seine Frau Veronika empfangen am 22. und 23. August 2009 Ihre Majestät Königin Margrethe II. von Dänemark und ihre Schwester, Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Benedikte, in Sachsen.

Dieser zweitägige Besuch aus dem hohen Norden steht ganz im Zeichen von Kunst und Kultur als Zeugnis für die langjährigen Beziehungen zwischen Sachsen und Dänemark. „Im Jahre 1709, also vor genau 300 Jahren, besuchte der dänische König Frederik IV. den sächsischen Kurfürsten August den Starken. Vier Wochen lang fanden in der Landeshauptstadt deshalb glanzvolle Feste statt. Sie festigten die bedeutende Allianz zwischen den beiden wichtigsten protestantischen Mächten in Europa.

Am kommenden Wochenende und den Monaten darauf werden verschiedene sächsische Kultureinrichtungen, dänische Künstler und Kunstschätze aus beiden Ländern an diese Zeiten erinnern“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich im Vorfeld des hohen Besuchs aus Dänemark.

So werden Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Königin Margrethe II. am 23. August die Ausstellung „Mit Fortuna übers Meer. Sachsen und Dänemark – Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)“ im Dresdner Residenzschloss eröffnen. Die Ausstellung zeigt bedeutende Kunstwerke aus den Königlich Dänischen Sammlungen von Schloss Rosenborg in Kopenhagen und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Darunter befinden sich bedeutende Gemälde, Waffen und Pretiosen, die den regen kulturellen Austausch zwischen den Höfen in Dresden und Kopenhagen sowie die sächsischdänischen Eheschließungen der Jahre 1548, 1602, 1634 und 1666 anschaulich dokumentieren. „Dass Kultur und Kunst darüber hinaus Türöffner auch für den Ausbau wichtiger politischer und wirtschaftlicher Beziehungen sein können, hat seine Gültigkeit damals wie heute“, so Tillich.

Am Abend des 22. Augusts besuchen Königin Margrethe II., Prinzessin Benedikte, Ministerpräsident Stanislaw Tillich und seine Frau die Aufführung „Giselle“ des Königlich Dänischen Balletts in der Semperoper. Die Musik zu diesem Ballett spielt das Danish National Symphony Orchestra unter Leitung von Graham Bond.

Außerdem reist Prinzessin Benedikte bereits am 20. August an und besucht um 20.00 Uhr ein vom Danish National Symphony Orchestra unter der Leitung von Thomas Dausgaard in der Dresdner Frauenkirche gegebenes Konzert. Am 22. August um 11.00 Uhr eröffnet Prinzessin Benedikte die Ausstellung „Mythos und Morphologie“ des dänischen Künstlers Bjørn Nørgaard in den Kunstsammlungen Chemnitz. Nachdem dieser Gegenwartskünstler sich zunächst hauptsächlich durch Happenings einen Namen machte, beschäftigt er sich heute mit Skulpturen, Wand- und Bodenreliefs sowie mit avantgardistischer Architektur. Insgesamt werden bis zum 15. November 38 Einzelskulpturen aus den Jahren 1985 bis 2009 in Chemnitz zu sehen sein.

„Mit der dänischen Königin und ihrer Schwester besuchen uns in diesem Jahr zum fünften Mal hochrangige ausländische Gäste. Für unseren Freistaat sind diese Besuche nicht nur wichtig für den Ausbau wirtschaftlicher Beziehungen. Sie sind gleichzeitig eine hervorragende Werbemaßnahme für unseren Kultur-, Forschungs- und Tourismusstandort. Ich wünsche mir, dass Sachsen ein attraktiver Magnet für ausländische Besucher bleibt“, so der Ministerpräsident.

Insgesamt begrüßten die sächsischen Ministerpräsidenten seit 1990 sechs Mal Gäste aus Skandinavien: Am 16. und 17. März 1994 besuchte Margrethe II. bereits den Freistaat Sachsen im Rahmen ihrer Reise durch verschiedene Bundesländer. Begleitet wurde sie dabei von ihrem Mann Prinz Henrik. Neben einem Besuch der Opernaufführung „La Traviata“ von Guiseppe Verdi in der Semperoper standen damals Besichtigungen der Galerie „Alte Meister“ im Zwinger und des Grünen Gewölbes im Albertinum auf dem Programm.

Quelle: Sächsische Staatskanzlei

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