Königsbrücker Straße: Grüne fordern sofortigen Stopp der vierspurigen Planung

“Der Ausbau der Köni im XXL-Format ist weder notwendig noch sinnvoll ist“, so Margit Haase, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion. +++

Lesen Sie hier eine Mitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Dresden

Die Stadtverwaltung hat jetzt endlich Pläne des bestandsnahen Ausbaus der Königsbrücker Straße (sogenannte Variante 7) und erste Vergleichsparameter mit der vierspurigen Variante vorgelegt.

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen sieht sich bestätigt, „dass der Ausbau der Köni im XXL-Format weder notwendig noch sinnvoll ist“, so Margit Haase, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion. Die jetzt vorgelegte Variante stellt – soweit die noch nicht vollständigen Planungsunterlagen eine Beurteilung zulassen – einen guten Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Funktionen und Anforderungen an die Straße dar. Eine strenge Sanierung im Bestand hingegen, d. h. ein unbedingtes Festhalten an den heutigen Bordgrenzen würde dagegen bedeuten, dass weiterhin keine barrierefreien Haltestellen, keine akzeptable Durchlassfähigkeit für die Straßenbahn und kein Schutz der Radfahrer gegeben wären. Die grüne Fraktion wird die Variante 7 genau prüfen.

Sofort gestoppt werden sollten die Pläne zum vierspurigen Ausbau. Diese Variante 5 wird von der DVB, der Polizei, der Straßenverkehrsbehörde und der Technischen Aufsichtsbehörde (SMWA) abgelehnt. „Es macht keinen Sinn, weiterhin Geld zu verschwenden, um eine nicht genehmigungsfähige Variante immer weiter zu verfeinern“, so Haase weiter.

Haase abschließend: „Angesichts dringend notwendiger Investitionen im Schul- und Kulturbereich kann sich  Dresden XXL-Straßenbauten nicht mehr leisten. Bisher wurden insgesamt für die unselige Planung der Köni schon über 1 Mio. Euro ausgegeben.Die weitere Planung der anachronistischen vierstreifigen Variante wäre Geld- und Zeitverschwendung. Vielmehr sollte schnellstmöglich die stadtteilverträgliche Sanierung der Straße in die Wege geleitet werden.“

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

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