Königsufer – So entsteht ab Montag allmählich ein Konzept

Dresden - Die Umgestaltung von Königsufer und Neustädter Markt wird ein prägender Eingriff in das Stadtbild. Dazu gibt es einen zweistufigen Ideenwettbewerb. Am Ende entscheidet jeweils ein Preisgericht. Dieses nimmt am Montag die Gespräche auf.

Dem Gremium sitzen zwei zufällig ausgewählte Dresdner bei. Die Sitzungen sind nicht öffentlich. Anfang September soll es eine Ausstellung geben mit den gesammelten Konzepten. Bei dieser werden Anregungen von Bürgern gesammelt. Das Königsufer und der Neustädter Markt sind eine besondere Herausforderung für die Stadtplanung in Dresden. Der Stadtrat beschloss 2016 die Aufstellung eines Bebauungsplans und die Durchführung eines offenen Wettbewerbs. Fest steht bisher, dass das Blockhaus saniert und das Narrenhäusel wieder aufgebaut werden sollen. Außerdem soll es in dem Verfahren breite Bürgerbeteiligung geben, um Akzeptanz zu schaffen.

© Sachsen Fernsehen

Allmählich soll ein Konzept für die Neustädter Elbseite entstehen

Geplant ist ein offener Ideenwettbewerb. Das 2-phasige Verfahren bietet die Möglichkeit, die Vorteile des offenen Wettbewerbs (keine Teilnahmebeschränkung und freier Zugang aller interessierten Teilnehmer) mit einem meist für alle Beteiligten vertretbaren Gesamtaufwand zu kombinieren. Teilnehmen können neben den beiden ausgelosten Dresdner Bürgern Architekten und Stadtplaner in Kooperation mit Landschaftsarchitekten. In dem Preisgericht soll im Verlauf des Wettbewerbs mit den Anmerkungen der Einwohner über die Auswahl der Arbeiten für die zweite Phase des Ideenwettbewerbes entscheiden werden. Dafür findet am Montag nun eine erste Besprechung des Preisgerichtes statt. Diese Sitzung ist nicht öffentlich, das gebieten die Wettbewerbsvorschriften. 

Bei einem Bürgerblick im Vorfeld der offiziellen Preisgerichtssitzung werden vom 4. bis 6. September im CVJM Schuppen A im Neustädter Hafen verschiedene Arbeiten ausgestellt. Dabei soll es täglich Führungen geben, bei denen die Arbeiten erläutert werden, um die Basis für qualifizierte Hinweise durch die Bevölkerung für die Preisgerichtssitzung zu schaffen. Eine Bürgerwerkstatt ist für den 19. September 2018 im Festsaal des
Stadtmuseums geplant. Gegenstand werden die acht Arbeiten sein, die in der zweiten Phase des Wettbewerbs vertieft werden sollen. Dann sollen die Wettbewerbsteilnehmer in einem Kolloquium Gelegenheit bekommen, Rückfragen zur Aufgabenstellung für die weitere Bearbeitung zu stellen.

Vom 5. bis zum 7. Februar 2019 wieder eine Ausstellung der dann übrig gebliebenen Konzeptvorschläge statt. Diese soll im Festsaal des Stadtmuseums stattfinden. Dresdner können sich dabei wieder mit den Konzepten vertraut machen und ihre Anmerkungen hinterlassen - der zweite Bürgerblick ist also analog dem ersten konzipiert. Dann befinden die Preisrichter abschließend über die Vorschläge. Das ausgewählte städtebauliche und freiraumplanerische Konzept erhalten die städtischen Gremien zur Beschlussfassung.