Können Dresdner Forscher wirklich AIDS heilen?

Recombinase Brec1 – so heißt die Wunderwaffe, die einen neuen Ansatz in der HIV-Forschung verfolgt und die Wissenschaftler in Dresden entwickelt haben.

Dresdner Forscher haben ein Heilmittel gegen den HI Virus entdeckt – das meldeten kürzlich diverse Medien in Deutschland. Doch hat das Forscherteam aus der Sächsischen Landeshauptstadt tatsächlich den langersehnten Durchbruch gepackt? Jonathan Wosch hat für Sie nachgehakt, was den Wissenschaftlern der TU Dresden da eigentlich genau gelungen ist.

Das Gefährliche am HI-Virus ist, dass es sein Erbgut in die menschliche Zelle integriert und damit nahezu unangreifbar macht. Nicht mehr und nicht weniger als einen neuen Ansatz für eine mögliche Heilung einer HIV-Infektion haben Sächsische Forscher entwickelt.

Mit zwei Millionen jährlichen Neuninfektionen stellt HIV nach wie vor eine große Herausforderung für die Weltgesundheit dar. Schnell haben sich so bei den Forschern Betroffene und Erkrankte gemeldet. Der Forschungsdurchbruch besteht allerdings noch nicht darin, ein Heilmittel gefunden zu haben.
Wissenschaft braucht seine Zeit. Optimistisch betrachtet könnten in zwei Jahren erste klinische Studien begonnen werden – wenn Genehmigung und Finanzierung stehen. Dann benötigt es allerdings noch weitere Jahre der Forschung an Patienten.

Mit Unterstützung von Hamburger Kollegen, haben gerade einmal 25 Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studenten in der sächsischen Landeshauptstadt diesen Durchbruch realisiert. Mit ihrer Forschung geben sie Menschen weltweit Hoffnung auf Heilung. Und das mit einem internationalen Team- denn an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden arbeiten Wissenschaftler aus vielen Ländern zusammen.