Kommt eine neue Hochwasserwelle auf uns zu?

Bereits in den vergangenen drei Tagen hat es sich angedeutet, nun konkretisiert sich die Wetterlage.

Nach Abzug von Hoch Edlef ist ab Mittwoch der Weg frei für Tief Xenia und im weiteren Wochenverlauf für Tief Yvette.

„Während es zunächst einzelne Schauer und kräftige Gewitter gibt, setzt ab Donnerstagvormittag im Osten und Süden neuer starker Regen ein. Regional kommen bis Samstagmittag erneut große Regenmengen zusammen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst WETTER.NET.

Ein Schwerpunkt wird dabei vermutlich im Bereich vom südlichen Brandenburg bis nach Sachsen liegen. Dort fallen um die 50 bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter. Einen weiteren Regenschwerpunkt sehen die Wettermodelle von WETTER.NET im Südosten und Süden Bayerns: Hier werden bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter berechnet.

Da die Böden in den genannten Regionen so gut wie kaum noch Wasser aufnehmen können, wird der Großteil der Niederschläge ziemlich rasch in Flüssen und Bächen abfließen. „Daher müssen die Menschen in Bayern, Sachsen und Brandenburg mit einer neuen Hochwasserwelle rechnen“ warnt Jung.

Ein Blick auf die Höchstwerte am Freitag und Samstag zeigt den Grund für die neuen starken Regenfälle. Zwischen Ostdeutschland und Ostpolen beträgt die Temperaturdifferenz zeitweise um die 15 Grad. An der Grenze von heißer und kühler Luft kommt es dann zu den ergiebigen Niederschlägen.

„Wir Meteorologen sprechen dabei von einer Grenzwetterlage. Diese Wetterlagen gelten im Vorfeld als schwer berechenbar.“ so Jung. Das Potenzial zu weiteren Grenzwetterlagen bleibt auch nach dem Wochenende erhalten. Die neue Woche startet vor allem im Süden wieder mit starkem Regen und Gewittern.

Das Sommermärchen 2010 mit Hitze und viel Sonnenschein ist für Deutschland weitgehend ausgeträumt.

Quelle: WETTER.NET

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