Kommt nach der Umweltzone nun auch die City-Maut in Leipzig?

Leipzigs Umweltbürgermeister denkt über die Einführung einer City-Maut für Leipzig nach. Eine Gebühr soll für die Zufahrt ins Leipziger Zentrum erhoben werden.

Heiko Rosental möchte mit dieser Gebühr zukünftig Klimaprojekte vorantreiben und finanzieren.

Allerdings stößt diese Idee bei vielen auf Gegenwehr:

City-Maut darf es in Leipzig nicht geben!
„Wenn der Ordnungsbürgermeister mit seinen linken Genossen über solche Ideen sinnieren will, bitteschön. Aber in Leipzig müssen wir verhindern, dass so eine City-Maut eingeführt wird,“ warnt die Stadträtin und stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Isabel Siebert zu den Vorstellungen des Leipziger Ordnungsbürgermeisters.

Eine leere Stadt schützt kein Klima
Die Einführung einer City-Maut verbessert nicht das Klima – nicht meteorologisch und erst recht nicht bezogen auf das Verhältnis der Unternehmen zu ihrer Stadt. „Die Belastungen des Wirtschaftsverkehrs durch Kraftfahrzeug-, Mineral- und Ökosteuer sowie die Einführung der Umweltzone sind bereits jetzt hoch, belasten unsere Unternehmen und sind gemeinsam mit den andern Abgaben an die Stadt ein klarer Standortnachteil“, unterstreicht Joachim Dirschka, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig. „Städte wie Oslo, London, Rom, Singapur, Stockholm, New York haben eine City-Maut, sind aber bei allem Selbstbewusstsein nicht wirklich mit Leipzig vergleichbar. Will Leipzig im nationalen und internationalen Standortwettbewerb wieder punkten, ist die Verbesserung der Standortqualität gebunden an eine vernünftige, an der Leistungsfähigkeit der Unternehmen orientierte, Gestaltung der Gebühren und Abgaben dringend geboten“, so Dirschka abschließend.

Wie hoch die Gebühr schließlich ausfallen soll, ist noch nicht bekannt.

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