Kommunalpolitik begrüßt Beurlaubung von Haller

Reaktionen der Stadtratfraktionen – Breite zustimmung über alle Parteigrenzen hinweg +++

Der Vorsitzende des Leipziger Kreisverbandes der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU/CSU, Volker Lux und der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist zeigen sich erfreut über den Rücktritt des skandalbehafteten Leipziger Jugendamtsleiters Siegfried Haller.

„Der von der KPV bereits seit einem Jahr geforderte Rücktritt von Herrn Haller ist seit langem überfällig. Die Misserfolge, die sich unter seiner Leitung im Amt für Jugend und Familie und Bildung der Stadt Leipzig angehäuft haben, mussten zu dieser Konsequenz führen. Dass Herr Haller in seiner Position nicht mehr tragbar war, wurde ihm selbst jetzt scheinbar auch bewusst“, meint Lux.

„Die Zeit, in der im Rathaus unserer Heimatstadt Skandale unter den Teppich gekehrt werden, muss ein Ende haben. Allein die Tatsache des falschen Doktortitels hätte auf Bundesebene zu Rücktrittsforderungen geführt. Die Tatsache, dass Haller erst nach der Wahl des Oberbürgermeisters seinen Hut nimmt, grenzt schon an Wählertäuschung“, äußert sich der Bildungspolitiker Feist.

Ähnliche Töne auch von Bündbniss90/Die Grünen. Die Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katharina Renft sagte: „Die Entbindung von Siegfried Haller von der Amtsleitung im Amt für Jugend, Familie und Bildung ( ist nach der Versetzung von Sybill Radig, der ehemaligen ASD-Leiterin, ein konsequenter und längst fälliger Schritt. Die Arbeit Hallers war immer mehr von Pleiten, Pech und Pannen geprägt, seine Kurskorrekturen wirkten eher hilflos und halbherzig, als konsequent und durchsetzungsstark.“

Auch die Fraktion der Linken nahm zu dem Thema Stellung: „Bei dem Bemühen um die strategische Ausrichtung des Amtes wurde allerdings zunehmend versäumt,  die  alltäglichen,  sich  zunehmend  verschärfenden  Aufgaben  und  Probleme  zu  lösen.  So geriet  das  Amt  in  immer  stärkerem  Maße  aufgrund  von  Fehlleistungen  im  Bereich  des  Kinderschutzes,  fehlender  Kindertagesstättenplätze,  maroder  Schulsporthallen,  Umstrukturierungsmaßnahmen  beim  Allgemeinen  Sozialdienst   u.  a. in die Kritik. Insofern begrüßen wir die Entscheidung der Verwaltungsspitze, Herrn Haller von seinen Aufgaben als Amtsleiter zu entbinden.“