Konferenz „Zukunft der Energie“ in Dresden

Von Mittwoch bis Donnerstag findet die 2. Dresdner Konferenz „Zukunft der Energie“ statt. Dresden ist deutschlandweit ein bedeutsamer Standort der Energieforschung. Insgesamt 94 Millionen Euro wurden in den letzten Jahren in die Forschung investiert. +++

Im Vorfeld der 2. Dresdner Konferenz „Zukunft Energie“ (28. bis 29. Mai) findet heute, 27. Mai, von 17 bis 20 Uhr der Workshop „Ressourceneffizienz vor Ort“ im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS statt. Im Rahmen der Eröffnung verweist Heike Lutoschka, Abteilungsleiterin Marketing und Strategie im Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden, auf die vielfältigen Lösungsansätze für den Umbau des Energiesystems und einer besseren Ausnutzung von Ressourcen, an denen Wissenschaft und Forschung am Standort Dresden arbeiten: „Das Spektrum reicht von Batterietechnologien über organische Photovoltaik bis zu energiesparenden Beschichtungen für den Maschinenbau. Eine exzellente Materialkompetenz und das notwendige Prozess-Know-how am Standort sind dabei die Basis und der Schlüssel für mögliche technologische Sprünge. Die Materialforschung stellt einen Kernpunkt vieler Dresdner Aktivitäten dar.“
Den großen Stellenwert der Energieforschung in Dresden und den hohen Anteil an der Forschung deutschlandweit, belegt eine kürzlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erstellte „Landkarte der Energieforschung“. Laut dieser verfügten die Dresdner Leibniz-Institute im Jahr 2010 über ein Budget in Höhe von 12,5 Millionen Euro für die Energieforschung. Das entspricht fast 28 Prozent des gesamten Energieforschungs-Budgets der Leibniz-Gemeinschaft und macht Dresden zu ihrem deutschlandweit bedeutendsten Standort in diesem Fachgebiet. Im selben Jahr setzten sieben Dresdner Fraunhofer-Einrichtungen 46,5 Millionen Euro ein. Das entspricht bei der Fraunhofer-Gesellschaft – mit deutschlandweit insgesamt 66 Instituten – rund 12,5 Prozent des Gesamtbudgets für Energieforschung. Dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) standen im Jahr 2010 19 Millionen Euro für Energieforschung zur Verfügung. Insgesamt 94 Millionen Euro haben die Dresdner Forschungsorganisationen im Jahr 2010 sowie die Technische Universität Dresden und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden im Jahr 2011 in die Energieforschung investiert. Hinzu kommen Investitionen Dresdner Unternehmen in Forschung und Entwicklung im Energiebereich, die bei dieser Erhebung nicht erfasst wurden.
Die Energiewende als Chance: „Wir erwarten in den kommenden Jahren vielfältige wirtschaftliche Impulse. Speichertechnologien stellen dabei ein Schlüsselelement der zukünftigen Energieversorgung dar“, sagt Lutoschka weiter. „Bei Batterien, Superkondensatoren und Brennstoffzellen können wir in Dresden bereits jetzt ein deutschlandweit bedeutendes Forschungscluster verzeichnen. In einer Studie untersuchen wir derzeit die Entwicklungs- und Wachstumspotenziale und analysieren, welche Maßnahmen erforderlich sind, um den Standort in diese Richtung weiterzuentwickeln.“ Die Ergebnisse liegen voraussichtlich Ende Juni 2013 vor.

Hintergrund „Landkarte der Energieforschung“
Die „Landkarte der Energieforschung“ des BMBF informiert darüber, welche finanziellen und personellen Aufwände zur Energieforschung investiert werden. Es werden sowohl Forschungsgesellschaften als auch Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen) betrachtet. Die Themenbereiche erstrecken sich von der Energiebereitstellung wie beispielsweise Sonnen- oder Bioenergie über die Energieverteilung und -speicherung bis hin zur effizienten Energienutzung oder weiteren Unterbereichen wie Systemforschung und Aus- und Weiterbildung. Die Daten beruhen auf Selbstauskünften der Forschungsorganisationen (Datenbasis: Jahr 2010) und Hochschulen (Datenbasis: Jahr 2011). (Quelle: www.bmbf.de)

Quelle: Landeshauptstadt Dresden – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit