Konjunktur in Sachsen 2012 rückläufig

Von Januar bis Oktober 2012 hat die Industrie 43,9 Milliarden Euro Gesamtumsatz erwirtschaftet. Gegenüber den ersten zehn Monaten 2011 bedeutet dies – bei einem Arbeitstag mehr – ein Minus von 0,9 Prozent.

Während der Umsatz mit dem Ausland um 2,3 Prozent schrumpfte, blieb das Inlandsgeschäft nahezu unverändert (‑0,1 Prozent). Die Exporte in die Eurozone lagen dabei um 8,8 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Somit wurde die weltweit verhaltene Konjunkturentwicklung auch in Sachsen spürbar. Der mit 11,1 Milliarden € umsatzstärkste Wirtschaftszweig „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ musste Einbußen von insgesamt 9,0 Prozent hinnehmen (Ausland: ‑7,8 Prozent; Inland: ‑10,5 Prozent).
 
Im Bauhauptgewerbe schmälerte sich der Gesamtumsatz im Vergleich der ersten zehn Monate 2012 und 2011 um 1,2 Prozent auf 3,3 Milliarden €. Einem 4,6‑prozentigen Plus im Hochbau stand dabei ein Minus um 5,7 Prozent im Tiefbau gegenüber. Der Einzelhandel setzte im Zeitraum Januar bis Oktober 2012 nominal, d. h. in jeweiligen Preisen, 2,4 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Real, also unter Ausschaltung von Preisveränderungen, war es ein Plus von 0,4 Prozent.

Die Ausfuhr aus Sachsen erreichte von Januar bis Oktober 2012 einen Gesamtwert von 26,9 Milliarden €, die Einfuhr belief sich auf 16,4 Milliarden €. Wichtigstes Bestimmungsland sächsischer Lieferungen war China, das Gros der Importe kam aus der Tschechischen Republik. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) lag 2012 bei 9,8 Prozent und damit erstmalig im einstelligen Bereich. Der Verbraucherpreisindex ist 2012 im Mittel um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen (2011: 2,3 Prozent).

Quelle: Statistisches Landesamt

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