Konjunktur in Sachsen mit neuer Bestmarke

Kamenz - Mit einem Gesamtumsatz von 5,7 Milliarden Euro hat die Industrie im Juni 2018 einen neuen Rekordwert erreicht. Darüber hat das Statistische Landesamt am Montag informiert. Der Zuwachs betrug zum Vormonat 7,2 Prozent und zum Vorjahresmonat 11 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2018 übertrafen die Industrieumsätze mit einem Gesamtwert von 31,4 Milliarden Euro den entsprechenden Vorjahresstand um 4,8 Prozent. Inlands- und Auslandsgeschäft legten dabei fast gleich stark zu (4,9 bzw. 4,8 Prozent).

Das Bauhauptgewerbe verzeichnete im Juni 2018 mit einem Gesamtumsatz von 542 Millionen Euro sowohl zum Vormonat als auch binnen Jahresfrist ein kräftiges Plus (19,1 bzw. 18,9 Prozent) und zugleich das beste Monatsergebnis seit Januar 2002. Von Januar bis Juni 2018 summierte sich der Umsatz auf 2,2 Milliarden Euro, dies waren 7,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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Der Einzelhandelsumsatz blieb im Juni 2018 gegenüber Mai nahezu unverändert, lag aber über seinem Vorjahresstand. Der Vergleich der ersten Halbjahre 2018 und 2017 ergab ein Umsatzplus. Dieses betrug nominal, d. h. in jeweiligen Preisen, 3,1 Prozent und real, also unter Ausschaltung von Preisveränderungen, 1,4 Prozent.

Die Ausfuhr erreichte von Januar bis Juni 2018 einen Gesamtwert von 20,7 Milliarden Euro. Die Einfuhr belief sich auf 12,0 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich damit die Exporte um 0,6 Prozent, während die Importe um 3,8 Prozent zurückgingen.

Des Weiteren zeigen die aktuellen Konjunkturdaten für August 2018 eine Belebung auf dem Arbeitsmarkt sowie eine leichte Abschwächung der Jahresteuerungsrate. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 5,8 Prozent wieder ihren bisherigen Tiefststand vom Juni 2018. Die Jahresteuerungsrate lag aktuell bei 2,0 Prozent, nach 2,2 Prozent im Juli und 2,1 Prozent im Juni.

Text: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Artikel erstellt von: Jonathan Wosch