Konserven-Notstand: So spendet ihr richtig Blut

Leipzig – Dieser Beutel kann unter Umständen ein Leben retten. Und es gibt im Moment nicht genug davon. Tagtäglich spenden am Universitätsklinikum Leipzig Menschen Blut. Doch die Sommerferien haben ein großes Loch in die Vorräte gerissen.

Deshalb werden Neuspender wie Joshua dringend gesucht. Der 26-Jährige hat sich zu seiner ersten Blutspende entschlossen. Dafür muss er erst einmal einen Fragebogen ausfüllen. Danach geht es zur Ärztin, denn als Spender muss er gesund und fit sein. Gefragt sind alle Blutgruppen, aber besonders 0 ist wichtig.
Joshua kennt seine Blutgruppe noch nicht. Aber er darf spenden. Ausreichend gegessen und getrunken hat er, das ist wichtig. Entnommen werden rund 500 Milliliter. 450 davon landen im Beutel, der Rest wird in Röhrchen abgefüllt und ins Labor geschickt.

Besonders Blutgruppe 0 wird gebraucht

150 bis 200 solcher Blutbeutel werden pro Tag allein für geplante Operationen benötigt. Eventuelle Notfälle sind da noch nicht mit eingerechnet. Deshalb muss immer ein Vorrat da sein, denn die Konserven sind auch nur 40 Tage haltbar. Joshua hat seine Spende inzwischen gut überstanden.
Nach einer kurzen Ruhepause darf er aufstehen und soll noch etwas essen und trinken. Eine kleine Aufwandsentschädigung gibt es auch. Die Spende war für ihn weder schlimm noch schmerzhaft.
Spenden kann jeder zwischen 18 und 65 Jahren, der mindestens 50 Kilo wiegt und gesund ist. Und sollte es auch tun. Denn irgendwann ist es vielleicht Ihr Leben, was dieser Beutel rettet.