Konzept soll Haushaltsausgleich bis 2015 ermöglichen

Die Stadt Chemnitz muss sparen, das ist nichts neues. Bislang aber wurde nur darüber spekuliert, in welchen Bereichen konkret gekürzt werden soll.

Am Donnerstag nun hat die Stadtverwaltung einen Maßnahmeplan vorgestellt, der drastische Einschnitte für jeden bedeutet.Die Zeit für drastischen Sparmaßnahmen rückt näher. Noch in diesem Jahr muss die Stadt ein Konsolidierungskonzept vorlegen, um ihr Millionenloch im Haushalt zu stopfen.

Interview: Barbara Ludwig – Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

In den meisten Fällen dürfte der Einsatz des Rotstiftes aber für Verstimmung bei den Bürgern sorgen, denn die Streichliste ist lang und schmerzlich. Jeder Chemnitzer wird auf seine Weise betroffen sein, denn neben Sparmaß-nahmen in den eigenen Reihen, schlägt die Stadt auch höhere Steuern und Gebühren vor.

Geplant ist unter anderem die Anhebung der Grundsteuer sowie der Hunde-steuer. DAStietz, Musikschule und Kulturbüro sollen zu einem Kulturbetrieb fusionieren. Das Festival „Begegnungen“ wird es als Eigenproduktion der Stadt nicht mehr geben. Das Freibad Bernsdorf soll ebenso geschlossen werden, wie die Saunen in den Schwimmhallen Gablenz und „Am Südring.

Interview: Barbara Ludwig Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

Auch die Betreuungszeit in den Kitas soll auf maximal 6 Stunden täglich reduziert werden, wenn ein Elternteil nicht erwerbstätig ist. Lediglich die Schulen fallen nicht dem Rotstift zum Opfer, sie bleiben vorerst unangetastet. Dass jedoch in vielen Bereichen gespart werden muss, steht außer Frage.

Interview: Barbara Ludwig Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

Dennoch dürfte das Sparkonzept für reichlich Diskussionsstoff sorgen, denn eine Alternative zum Sparen gibt es nicht.

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