Kooperationsverträge zwischen Sachsen und Russland unterzeichnet

Sächsisches Know-how ist auch in der russischen Luftfahrtindustrie gefragt. In Moskau konnten am Donnerstag im Beisein von Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) und dem Präsidenten der United Aircraft Corporation UAC Alexej Fedorov gleich zwei Verträge unterzeichnet werden, so das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

„Die Zusammenarbeit zwischen Sachsen und der UAC ist für uns von großer Bedeutung“, so Wirtschaftsminister Morlok beim letzten Termin seiner viertägigen Russlandreise. „Die Entwicklung innovativer Technologien für die russische Luftfahrtindustrie ist eine große Herausforderung für beide Seiten. Wenn wir heute die ersten konkreten Verträge als Ergebnis der gemeinsamen Arbeit unterzeichnen, ist das ein wichtiges Signal für alle beteiligten Partner.“

Im Auftrag der UAC wird die Gesellschaft für Wissenstransfer – TU Dresden  (GWT-TUD Dresden) eine Technologie zum Einsatz in einem Antriebssystem mit Brennstoffzellen als Energiequelle für die Luftfahrt entwickeln und die Zweckmäßigkeit experimentell nachweisen. Die Arbeiten sollen bereits Anfang November beginnen. Ziel ist es, auf der internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung MAKS im August 2011 in Moskau die Technologie mit dem Flug eines unbemannten Flugzeuges zu demonstrieren.

Der zweite Vertrag wurde zwischen der UAC und dem Fraunhofer-Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP geschlossen. Mit einer Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, ob das vom IZFP entwickelte Verfahren zum Korrosionsschutz sich für die von UAC verwendeten Materialien eignet. Ziel des Pilotprojektes „Anti-Korrosionsbeschichtung durch Nano-Diamanten“ ist es, bessere Materialien und Technologien für den Korrosionsschutz, beispielsweise hinsichtlich der Schutzdauer, der Verringerung der Reibung, der Vereisung und dem Gewicht der Korrosionsbeschichtung, zu entwickeln.