Arbeitslosenquote in letzten 10 Jahren halbiert

Dresden - Von November auf Dezember ist die Arbeitslosigkeit in Sachsen saisonal bedingt wieder gestiegen. Jedoch hat die positive Entwicklung im Jahresverlauf angehalten. Bei einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent waren in Sachsen im Dezember insgesamt 110.600 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Auch im Jahresdurchschnitt 2019 sank die Zahl der arbeitslosen Menschen und erreichte das geringste Niveau seit der Erfassung der Arbeitslosenstatistik im Jahr 1991. Mit durchschnittlich 116.000 arbeitslosen Frauen und Männern lag die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt bei 5,5 Prozent.

„Der sächsische Arbeitsmarkt hat sich auch im Jahr 2019 weiter gut entwickelt – es entstanden zusätzliche Arbeitsplätze, viele Menschen konnten ihre Arbeitsuche erfolgreich beenden und die Stellenmeldungen der Betriebe blieben weiter auf hohem Niveau. Auch für viele Menschen, die es schwerer hatten, konnten wir gemeinsam mit den Unternehmen Teilhabe ermöglichen. Auf das neue Jahr blicke ich optimistisch – wir werden unsere Arbeit unter dem Motto „Sachsen veredeln – mit den Menschen“ weiter fortsetzen. Die Mitarbeiter unserer Arbeitsagenturen und Jobcenter wissen genau, wo die Unterstützung am besten ankommt. Dafür haben wir ausreichend Geld und sind für alle Menschen da, die unsere Hilfe brauchen“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

Hansen betrachtete auch die vergangene Dekade. Waren 2010 noch 253.000 Sachsen ohne Job, so verringerte sich die Zahl 2019 auf 116.000, die Arbeitslosenquote halbierte sich. Für die kommenden Jahre erwartet Hansen keine große Verringerung. "Wir erreichen eine Plateaus-Phase" so der sächsische Agenturchef. Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt werden seiner Ansicht nach die demographische Entwicklung, der strukturelle Wandel und die Digitalisierung.