Kosmisches Feuerwerk über Dresden

Dresden - Sternenschnuppenjäger aufgepasst! Heute und auch in den kommenden Tagen lassen sich besonders viele der beliebten Himmelsobjekte beobachten. Es ist der intensivste Sternschnuppenstrom des Jahres: Im Maximum das Heute Abend 18 Uhr bis Morgen Früh 4 Uhr liegt, zeigen sich oft mehr als hundert Geminiden pro Stunde. Etliche davon sind ausgesprochen hell. 

Und wer es verpassen sollte, hat Glück, denn jedes Jahr kreuzt die Erde Mitte Dezember die Bahn des Objekts Phaeton. Phaeton hat auf seiner Bahn viele kleine Steinchen hinterlassen, die nun in die Atmosphäre eintreten und am Firmament verglühen. 

Wer die sonst eher seltenen Leuchtspuren beobachten möchte, sollte seinen Blick auf das Sternbild Zwillinge richten. Da das der Ursprung der Sternschnuppen zu sein scheint, sprechen die Fachleute von den Geminiden. Anders als die meisten Sternschnuppenströme sind die Geminiden die ganze Nacht hindurch zu sehen und das auch bereits schon am frühen Abend. Doch besonders in den Mitternachtsstunden liegt die beste Beobachtungszeit, dann stehen die Zwillinge hoch im Süden. Ein kleiner Wermuttropfen müssen die Dresdner jedoch verkraften: Der Vollmond hat sein Maximum in der Nacht auf Samstag erreicht und steht dann auch noch genau in Mitten der Zwillinge. So deutlich wie der Sternenhimmel auf unserem Bild ist, wird es sich also nicht zeigen. Und so wird dieses Jahr also eher ein Glücksspiel, doch wer will sich schon die letzte Chance vor Weihnachten auf einen erfüllten Wunsch entgehen lassen?