Krankenstand in Sachsen wieder angestiegen

Der Krankenstand in Sachsen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen und lag bei rund fünf Prozent der Versicherten.+++

Das ist das Ergebnis des aktuellen Gesundheitsberichtes der AOK Plus, bei der 880.000 Sachsen krankenversichert sind. Die häufigsten Krankschreibungen erfolgten aufgrund von Atemwegserkrankungen gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen und Erkrankungen der Verdauungsorgane. Insgesamt war 2012 jeder AOK-Versicherte 17 Tage arbeitsunfähig geschrieben, zwei Tage mehr als im Jahr zuvor. Stark zugenommen haben in Sachsen im vergangenen Jahr die Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen. 

Interview im Video mit  Iris Kloppich, Vorsitzende des Verwaltungsrates

Damit liegt Sachsen sogar über dem Bundesdurchschnitt. Das liegt aber auch daran, dass Ärzte schneller reagieren bei der Diagnose „Psychische Erkrankung“. 

Interview im Video mit Iris Kloppich

Dennoch ist schnelle Hilfe durch eine Behandlung nicht immer gegeben. So müssen Betroffene in Sachsen fast 14 Wochen auf ein psychotherapeutisches Erstgespräch warten. Das soll sich nun ändern, dafür will sich die Sächsische Gesundheitsministerin einsetzen.

Interview im Video mit Christine Clauß (CDU), Sächsische Gesundheitsministerin

Die AOK will jetzt die bestehende Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten sowie Krankenhäusern auf dem Gebiet der psychischen Krankheiten noch verstärken. Neben der Versorgung engagiert sich die Krankenkasse aber auch in der Prävention psychischer Krankheiten mit Angeboten zur Entspannung und Stressbewältigung.