Krawalltourismus auf der BRN

Eigentlich ist die diesjährige Bunte Republik Neustadt so verlaufen, wie es sich die Veranstalter vorgestellt haben.

Bunt, friedlich, geprägt von guter Laune, viel Musik sowie gutem Essen und Trinken. Zu schön, um wahr zu sein. Sonnabend Nacht wendete sich das Blatt. 

Rund 500 Randalierer haben auf dem Bischofsweg, Ecke Alaunstraße mit Flaschen und Steinen um sich geworfen. Auch Leuchtraketen kamen zum Einsatz. Vorbeifahrende Autos wurden angegriffen, Straßenschilder als Frisbeescheiben benutzt.

Immer in Richtung Sicherheitskräfte, die versuchten frühzeitig den Pulk aus Randalierern auseinander zu treiben.

Nachdem die Krawallsuchenden den Platzverweisen nicht nachkamen, wurde seitens der Polizei durchgegriffen, um zu deeskalieren. Auch der Versuch Sitzblockaden mit mit Mülltonnen, Papierkörben und Baustellenzubehör vor den Einsatzfahrzeugen der Polizei zu errichten, konnte schnell und gewaltlos beräumt werden.

Es gab zahlreiche Verletzte, darunter zwölf Polizisten, einer davon liegt mit einem Knalltrauma im Krankenhaus. 106 Sofortbehandlungen durch Rettungskräfte. Die Verletzungen reichten von Schnittverletzungen über Platzwunden bis hin zu Knochenbrüchen.

56 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Ihnen wird u.a. Landfriedensbruch sowie schwere Körperverletzung vorgeworfen.

Das ansonsten friedliche Straßenfest, was 1990 ins Leben gerufen wurde, wird so jedes Jahr durch so genannte Krawalltouristen ins negative Licht gerückt. Bundesweit Negativschlagezeilen gab es erstmals 2001/2002.
 
In diesem Jahr hatte die Polizei im Vorfeld neun bekannten Straftätern den Aufenthalt bei der BRN verboten. Weiteren 145 potenziellen Straftätern wurde ebenfalls ein Schreiben geschickt. Die Auswertung läuft noch.

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