Krebsforschung – Leipziger Forscher erhält Preisgeld von über 2 Millionen

Leipzig – Krebsforschung – Leipziger Forscher erhält Preisgeld von über 2 Millionen Euro

Wie die Universität Leipzig am Montag berichtete, wurde dem 55-jährigen Biophysiker Prof. Dr. Josef Alfons Käs der Advanced Grant Preis des Europäischen Forschungsrates (ERC) ausgehändigt. Hiermit verbunden war ein Preisgeldes in Höhe von 2,3 Millionen Euro für seine Forschung. Bereits im Jahr 2001 erhielt der aus München stammender Wissenschaftler den Wolfgang-Paul-Preis. Zu diesem Zeitpunkt galt dieser als höchstdotierter deutscher Wissenschaftspreis. Mit seinem aktuellen Projekt kann der ambitionierte Professor demnach an seine bisherigen Erfolge anknüpfen.

 

© Swen Reichhold/Universität Leipzig

 

Rektorin der Universität Leipzig schätzt die Arbeit von Käs

Die Reaktion der Leipziger Universitätsrektorin Prof. Dr. Schücking ließ nicht lange auf sich warten. In einer Pressemitteilung schätzte sie die Erkenntnisse des Forschers: „Die Arbeit von Professor Käs und seinem Team ist von elementarer Bedeutung für die Krebsforschung. Sie baut zudem eine Brücke zwischen Physik und Medizin. Ich freue mich sehr, dass ein so renommierter Wissenschaftler der Universität Leipzig diese hochkarätige Förderung einwerben konnte“.

Die Besonderheit der Forschung Käs‘ liegt in seinem alternativen Blickwinkel aus der Physik. Mit der elementaren Frage, welche Eigenschaften eine Krebszelle haben müsse, damit sie im Körper metastasieren kann, begann er sein Projekt. Daraufhin initiierte der Pionier die Konferenz “Physic of Cancer“ und schafft damit den Spagat zwischen der medizinischen und physischen Krebsforschung. 

Käs‘ Plan für die Zukunft

Laut Bekanntgabe unterstützt der ERC die Forschungsprojekte des deutschen Wissenschaftlers bis 2022. Darüber freut sich Käs sehr, wie er in einer persönlichen Stellungnahme preisgab und plant bereits jetzt die Bildung zweier Forschungsteams, die sich auf Hochtouren dem Kampf gegen die todbringenden Krebszellen widmen.

 

© Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig