Kretschmer kündigt verschärfte Corona-Regeln an

Sachsen - Seit fünf Wochen herrscht der Teil-Lockdown über Sachsen. Die Infektionszahlen bleiben dennoch hoch. Nun erwägt Ministerpräsident Michael Kretschmer weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. 

Auf einer Pressekonferenz am Montag sagte er, der Freistaat brauche eine Strategie. Über mögliche Maßnahmen werde das Kabinett am Dienstag beraten. Ein Thema dabei könnten Schulen und Kitas, sowie besonders Pflegeheime werden. Auf konkrete Maßnahmen konnte Kretschmer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eingehen. Zusammen mit Vertretern der sächsischen Wirtschaft hat Regierungschef Kretschmer am Montag auch zu mehr Umsicht und Besonnenheit in den Betrieben aufgerufen. Von einer Schließung der Unternehmen sei keine Rede.

Kretschmer wollte noch keine konkreten Maßnahmen nennen

Mögliche Maßnahmen werden zunächst im Kabinett und Parlament sowie im Einvernehmen mit der kommunalen Ebene, der Wirtschaft und gesellschaftlichen Gruppen beraten. Im Vergleich zum Freistaat Bayern sehe Michael Kretschmer keine Notwendigkeit den Katastrophenfall auszurufen. Vieles, was jetzt dort gelte, sei für Sachsen bereits angeordnet. Dazu zählten etwa Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbote und Beschränkungen von Versammlungen. Dennoch solle man „nie nie sagen“.