Krieg und Corona: Hochschulrektoren um zukünftige Projekte besorgt

Die Folgen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie treiben die deutschen Hochschulen um. 

Sachsen- Seit dem 24. Februar habe sich die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage durch den russischen Überfall auf die Ukraine völlig verändert, sagte am Montag in Leipzig zur Eröffnung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) deren Präsident, Prof. Peter-André Alt. «Dies erzwingt eine Neujustierung auch des Handelns der Bundesregierung, und für uns ergibt sich daraus die Sorge, dass nicht alle der im Koalitionsvertrag und seit Regierungsantritt verkündeten Projekte und Maßnahmen wie geplant realisiert werden können.» Dabei seien die Hochschulen auf die Unterstützung des Bundes dringend angewiesen, betonte Alt.

So habe der abrupte Umstieg auf die digitale Lehre zahlreiche Defizite aufgezeigt. Die HRK erneuerte ihre Forderung nach einer Digitalisierungspauschale in Höhe von jährlich 92 Euro pro Studierendem. Das entspräche einem Gesamtbetrag von rund 270 Millionen Euro jährlich. Zudem gelte es, mit Unterstützung des Bundes die langfristige Förderung der Hochschulen durch den Zukunftsvertrag Studium und Lehre zu stärken sowie eine auskömmliche Finanzierung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre. (dpa)