Kriegsfrauen zu Napoleons Zeiten

„Hinter einem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“, sagt man. Dass so manche Schlacht in den Napoleonischen Kriegen gewonnen wurde, geht nicht nur auf das Konto der Männer.

Auch Frauen haben ihren Beitrag geleistet, wie eine Ausstellung im Markkleeberger Torhaus zeigt.

Bei ihr kamen die alten Zöpfe ab. Ferdinande Bettina von Schmettau verkaufte für den Krieg ihr Haar. Andere Frauen schlugen selbst aus dem Krieg Profit. Aber von Emanzipation keine Spur.

Interview: Helmut Börner, Leiter der Projektgruppe „Napoleon 200“

Ein Dutzend Frauen und ihr Schicksal in den napoleonischen Kriegen zeigt die Ausstellung Frauengeschichten . Schade, dass man das so lange nicht wahrnahm.

Interview: Helmut Börner, Leiter der Projektgruppe „Napoleon 200“

Das gilt auch für den Mut von Christiane Vulpius, Goethes Frau. Als im Oktober 1806 Soldaten Goethe bedrohten, konnte sie die Krieger mit Hilfe eines Hausangestellten vertreiben.

Interview: Helmut Börner, Leiter der Projektgruppe „Napoleon 200“

So eine Ausnahme war auch Johanna Stegen. Im Kugelhagel schleppte das Dienstmädchen Munition in ihrer Schürze. Danach heiratete sie einen Jäger. Geballte Ladung Frauenpower im Markkleeberger Torhaus. Oder?

Interview: Helmut Börner, Leiter der Projektgruppe „Napoleon 200“

Na, da schauen wir uns die harten Puppen doch gerne mal an. Möglich ist das noch bis zum 01. November 2008.