Kriminalität in Sachsen wieder gestiegen

Dresden – Sachsens Innenminister hat heute in Dresden die aktuelle Kriminalstatistik vorgelegt. Nach einem Rückgang der Straftaten 2015 zeigt die Kurve nun wieder nach oben. Auch die größere Zahl von hier lebenden Zuwanderern schlägt sich dabei nieder.

Mehr als 324.000 Straftaten wurden im vergangenen Jahr im Freistaat registriert. Das sind fast 10.000 mehr als im Jahr zuvor. Eine beunruhigende Entwicklung wurde insbesondere im Bereich der Zuwanderer-Kriminalität festgestellt. Allein die Zahl der illegalen Einwanderungen nahm um fast 5.000 Fälle zu. Aber auch in anderen Bereichen hat die Kriminalität von Zuwanderern zugenommen. So ist der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen an der Gesamtzahl deutlich gestiegen. Lag er 2015 noch bei 6,7 Prozent, erreichte er 2016 gar 10,2 Prozent. Große Sorgen bereitet dabei die Zahl der Mehrfachintensivtäter. „Nur rund ein Prozent der Tatverdächtigen ist für fast 40 Prozent der Straftaten verantwortlich“, sagte Innenminister Ulbig bei der Bekanntgabe der Statistiken am Mittwoch in Dresden.

Durchwachsen präsentieren sich dagegen die Zahlen im Bereich der politisch motivierten Gewalt. Einerseits stieg die Zahl der Fälle, die dem rechtsextremen Lager zuzuordnen sind, andererseits verzeichneten die Behörden einen Rückgang der linksextrem motivierten Taten. Besonderen Handlungsbedarf sieht der Innenminister allerdings im Bereich der Wohnungseinbrüche. Deren Anzahl ist um zehn Prozent auf fast 4.700 Delikte gestiegen. Doch nur in jedem fünften Fall konnte der Täter ermittelt werden. „Wir müssen im Bereich der Wohnungseinbrüche weiter konsequent arbeiten. Da hier in den Intimbereich der Bürger eingegriffen wird, werden wir unsere Konzentration hier ausbauen“, erklärte Innenminister Ulbig. Darüber hinaus läge es aber auch weiterhin an jedem Einzelnen die eigenen vier Wände sicherer zu machen und sich gegen Einbrüche zu schützen.