Kriminalpräventiver Rat unterstützt bürgerschaftliches Engagement

Bürgerschaftliches Engagement in der Kriminalprävention war das Thema der 28. Sicherheitskonferenz des Kriminalpräventiven Rates, die am Montag in der Volkshochschule Leipzig stattfand. Im Ergebnis der Tagung bekräftigen die Teilnehmer ihren Willen, bürgerschaftliches Engagement im Bereich der Kriminalprävention verstärkt zu fördern und zu unterstützen.

Heiko Rosenthal, Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung, Sport, führte dazu aus: „Im Mittelpunkt steht eine Förderung von anlass- und problembezogenem Engagement. Der Kriminalpräventive Rat nimmt sich der Aufgabe an, für die im Bereich der Kriminalprävention Engagierten in Leipzig eine Anerkennungskultur zu entwickeln und zu fördern. Insbesondere die Aus- und Weiterbildung von Engagierten wird in Zukunft weiter unterstützt.“

Zu Beginn der Sitzung hatte Roland Krüger vom Generali Zukunftsfond die Ergebnisse des Engagement-Atlas 09 vorgestellt. Für diesen wurden 44.000 Bundesbürger zu freiwilligem Engagement befragt. Das Ergebnis: 36 Prozent der deutschen Bevölkerung engagieren sich freiwillig. Die Studie beleuchtete auch Faktoren, die bürgerschaftliches Engagement begünstigen oder erschweren. So gibt es ein deutliches Stadt-Land-Gefälle: im ländlichen Raum ist freiwilliges Engagement deutlich verbreiteter.

Prof. Dr. Kurt Mühler, Soziologe an der Universität Leipzig, erläuterte in seinem Vortrag, welche Faktoren Kriminalität vor Ort verhindern. So wirken sich eine starke Nachbarschaft, ein ausgeprägtes Sozialgefüge sowie aktive Vereine im Stadtteil günstig aus.

Als praktisches Beispiel für die Unterstützung von Engagement stellte Ralph Keppler (Referat Kommunikation, Mitarbeiter im Stadtbüro) das Bürgercafé des Kriminalpräventiven Rates vor. Das Bürgercafé ist eine Plattform, um gemeinsam mit den Bürgervereinen Lösungen vor Ort zu entwickeln und zu unterstützen. So entstand zum Beispiel eine Weiterbildungsreihe für die Vereine, um sie „fit“ zu machen für Problemlösungen.

Die Sicherheitskonferenz des Kriminalpräventiven Rates tagt zweimal im Jahr, um im Beisein von Präventionsverantwortlichen, Vertretern des Stadtrates und Experten aktuelle Themen der Kriminalprävention zu diskutieren.