Krise hinterlässt Spuren – Sachsen deutlich länger krank

Sachsen - Berufstätige in Sachsen waren 2020 länger krank. Im Schnitt fehlten sie 37,1 Tage unter anderem wegen Depressionen oder chronischer Erschöpfung. Noch vor der Pandemie im Jahr 2019 waren es 4,2 Tage weniger.

Die psychische Belastung vieler Berufstätiger in Sachsen hat in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Zu dem Schluss kommt die Kaufmännische Krankenkasse KKH. Laut Versichertendaten waren sächsische Berufstätige 2020 im Schnitt rund 37 Tage krankgeschrieben. Das sind 4,2 Tage mehr als noch 2019 vor der Pandemie. Am häufigsten diagnostizierten Ärzte depressive Störungen, Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen sowie chronische Erschöpfung und Angststörungen. Laut KKH-Wirtschaftspsychologin Antje Judick haben die Isolations- und Quarantänemaßnahmen, sowie die Veränderungen im beruflichen und privaten Alltag im Zuge der Corona-Krise ihre Spuren hinterlassen.

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