Kritik am Einheitsdenkmal hält an: Stadtforum Leipzig will Wettbewerb neu starten!

Nachdem bereits am Mittwoch bekannt wurde, dass aufgrund einer Überarbeitung aller drei Siegerentwürfe zum Freiheits- und Einheitdenkmal die Fertigstellung verzögert werden könnte, fordert das „Stadtforum Leipzig“ nun einen kompletten Neustart. +++

In einem offenen Brief kritisierte das Netzwerk für behutsamen Stadtumbau die Vorgehensweise der Verantwortlichen hinsichtlich der Auswahl der Siegerentwürfe. „Wir müssen feststellen, dass die vom Preisgericht ausgezeichneten drei Entwürfe nicht geeignet sind, in würdiger Form an die Bedeutung der Ereignisse des 9. Oktober 1989 in Leipzig zu erinnern.“, heißt es im offenen Brief.

Begründet wird die Aussage des Stadtforum damit, dass das geplante Denkmal nicht für die Leipziger sei, sondern ehe für die vielen nationalen und internationalen Gäste, die die Stadt der „Friedlichen Revolution“ besuchen. Denn die Leipziger „haben die Nikolaisäule, die Nikolaikirche, die Runde Ecke und die vielen Stelen.“, so das Netwerk.

In diesem Zusammenhang regte das „Stadtforum Leipzig“ nun auch dazu an, den Wettbewerb neu aufzurollen und Entwürfe zu wählen, die den Ansprüchen einer Repräsentation der „Friedlichen Revolution“ nach außen eher entsprechen. Die Option, die Architekten mit der Überarbeitung ihrer Konzepte zu beauftragen, stellte das Netzwerk auch in Aussicht.

Weiterhin wurde vorgeschlagen, aus den den anderen 36 Entwürfen einen Sieger zu küren. Einen Favoriten hat das „Stadtforum“ dabei auch schon. Das Konzept „Grafted Trees“ wird als diskutables Beispiel angeführt. Zu guter Letzt wird angeregt, den bisherigen Wettbewerb um eine weitere Qualifizierungsstufe fortzusetzen, in dem anderen Experten/Architekten eingeladen werden, um die Entwürfe noch einmal einer Prüfung zu unterziehen.