Kritik an Berichterstattung über Flugzeugunglücke

Nach dem Germanwings-Unglück im März und dem Absturz des Militärtransporters A400M von Airbus vergangene Woche, häuft sich die Kritik an den Medien. Zur Berichterstattung über Flugunglücken haben wir mit dem Luftfahrtexperten Andreas Spaeth gesprochen.+++

Im Video sehen Sie das Interviw mit Andreas Spaeth, Luftfahrtjournalist.

Trotz des Germanwings-Absturzes hat die Lufthansa im April
mehr Passagiere befördert. Im vergangenen Monat flogen mit der
Kranich-Linie selbst sowie mit Germanwings und Regional-Airlines 10,6
Prozent mehr Fluggäste, wie die Lufthansa mitteilte.

Nach dem Absturz eines Militärtransporters A400M bei Sevilla
haben etliche Länder Flüge mit diesem Typ ausgesetzt – nun setzt Spanien
die Testflüge ab Sevilla aus. Die Flugerlaubnis sei vorübergehend
zurückgezogen worden, teilte der Verteidigungsminister mit. Der Absturz ist der neue Tiefpunkt eines prestigeträchtigen
Projekts. Seit Jahren macht der Militärtransporter allen Ärger, die mit
ihm zu tun haben.
Auch in Dresden fanden sogenannte Strukturtests am Pannenflieger A400M statt.

Gleich zwei Flugzeugunglücke haben uns damit in den vergangenen zwei Monaten beschäftigt. Im Nachgang häuft sich die Kritik an den Medien: Vor allem in den Talkshows nach der Germanwings-Katastrophe hätten Experten „spekuliert, fantasiert und gelogen“, so Airbus-Chef Thomas Enders. Zu den Kritikern zählt auch der Luftfahrtexperte Andreas Spaeth, der am Dienstag in Dresden vor Studenten zu dem Thema gesprochen hat.