Kritik an Personalmangel in Kitas

Seit dem 1. August 2013 gibt es in Deutschland den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr. +++

Bereits seit dem Jahr 2007 baut die Stadt Leipzig die bestehenden Kapazitäten kontinuierlich aus, um das Betreuungsangebot an die stetig wachsende Nachfrage anzupassen. Dies geschieht entweder durch den Neubau oder durch die Erweiterung bestehender Kindertageseinrichtungen.

Was erstmal ganz gut klingt, hat allerdings einen Haken. Denn je mehr Kitaplätze in Leipzig entstehen, desto mehr Betreuungspersonal wird natürlich benötigt – und das ist in ganz Sachsen eher Mangelware. Das hat die Bertelsmann Stiftung in der vergangenen Woche in ihrem „Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme“ veröffentlicht. Demnach würde eine Qualitätsoffensive für einen guten Personalschlüssel in Sachsen 16.700 zusätzliche Erzieher und Erzieherinnen erfordern.

Auch die Stadt Leipzig sieht an dieser Stelle Verbesserungsbedarf. Bürgermeister Thomas Fabian macht darauf aufmerksam, dass die anfallenden Mehrkosten nicht allein von den Kommunen getragen werden könnten. Durch eine Änderung des Sächsischen Kitagesetzes solle der Freistaat an der Finanzierung beteiligt werden.