Kritik von Stadträten am Tierpark

Chemnitz – Die Stadtratsfraktionen von SPD, Die Linke und Bündnis90/Die Grünen haben Kritik am Tierpark Chemnitz geübt.

© Sachsen Fernsehen (Archiv)
 

Grund ist der noch immer ausstehende Masterplan für die Einrichtung in Chemnitz-Reichenbrand. Die Stadt Chemnitz hatte im Juni den Zuschlag für die Erarbeitung eines solchen Konzeptes an ein Unternehmen aus Markkleeberg erteilt.

Die Stadträte kritisieren, dass die Tierparkleitung bereits vor der Vorlage des Masterplanes die Aufnahme der Tigerzucht in Angriff genommen hatte. Dazu ist der junge Sibirische Tiger Volodya vom Tiergarten Nürnberg im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Chemnitz gewechselt. Er teilt sich das Gehege mit dem 18 Jahre alten Tiger Jantar, dessen Partnerin Taiga im vergangenen Herbst eingeschläfert werden musste.

Mit dieser Entscheidung hätte man von Seiten des Tierparks dem Masterplan bereits zu weit vorgegriffen, so die Stadträte. Zudem fordern sie, die Vorschläge des Stadtrats im Masterplan zu berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem Besucher- und Familienfreundlichkeit, artgerechte Haltung und weitläufigere Gehege, die weniger Barrieren für Besucheraugen aufweisen.