Kudla gegen Steinbrück!

Nachdem Peer Steinbrück MdB als Honorarprofessor für Öffentliche Finanzwirtschaft und Internationale Finanzpolitik ernannt wurde, äußerte sich die Leipziger Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla kritisch. +++

Im Dezember soll Peer Steinbrück als Honorarprofessor an der Universität Leipzig sprechen.Er wird den Studenten Vorträge zum Thema  „Die wirtschaftliche und politische Bedeutung der Europäischen Währungsunion“ halten.
„Es stellt sich die Frage, ob Steinbrücks Mandatsausübung „im Mittelpunkt“ seiner Tätigkeit,  wie  es  im Abgeordnetengesetz des  Bundestags  gefordert  wird,  steht. Peer  Steinbrück  hat  bei  vielen  Bundestagssitzungen  gefehlt,  während  er  am selben  Tag  privat  Vorträge  hielt.  Vorträge  und  Honorarprofessuren  sind  für Politiker nichts Außergewöhnliches. Jedoch  ist es Intention  des Abgeordnetengesetzes, dass der Schwerpunkt  auf  der  Tätigkeit alsBundestagsabgeordneter erkennbar bleibt.“, erklärt Kudla misstrauisch. 
Sowohl Steinbrück, als auch Kudla sind Mitglied im Europaausschuss. Dort liege Steinbrücks Anwesenheitsquote unter 20 Prozent. Er hat bisher an keiner Sitzung vollständig teilgenommen. Innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion hat Peer Steinbrück auch keine Funktionen übernommen. 
Es bleibt daher also fraglich, ob Steinbrück sein Mandat verantwortungsvoll ausüben kann, wenn er am politischen Alltag kaum teilnimmt . 
Kudla erklärt weiterhin: „Für die Studenten der Universität Leipzig hoffe ich,  dass  Peer  Steinbrück nicht  den  verantwortungslosen  Kurs  der  Opposition vertritt.“