Künstler gestaltet Auftragswerk im Reitbahnviertel

Heute beginnt der international bekannte Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller mit der Gestaltung des Giebels an der Reitbahnstraße 80.

Das Graffiti-Werk wird im Auftrag der GGG erstellt und greift das studentische Wohnen im Reitbahnviertel auf. Bis Freitag soll die Giebelgestaltung abgeschlossen sein.

Seit 2010 hat die GGG die Gebäudezeile Reitbahnstraße 80 – 84 Ecke Bernsbachplatz 5/6 saniert und Angebote speziell für Auszubildende und Studenten geschaffen. Entstanden sind so einzeln zu mietende Zimmer innerhalb einer Wohnung bis hin zu großzügigen WG-geeigneten 4-Raum-Wohnungen. Das Angebot erfreut sich dabei so großer Beliebtheit, dass aktuell lediglich zwei Zimmer frei stehen.

Der beauftragte Künstler TASSO aus Meerane gehört zur Elite der deutschen Graffitiszene und ist durch seine fotorealistischen Arbeiten mit der Spraydose, die er Graffoto nennt, auch international bekannt. Er malte in Mexico, 2010 zur EXPO in China und 2011 in Indien.

Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller:
Als ich vergangenes Jahr auf der Suche nach Flächen für einen Graffitiworkshop war, entstand der Kontakt zur GGG. Mir fiel auf, dass Chemnitz zwar vorbildlich bei der Vergabe von legalen Flächen zum Besprühen war, aber die Stadt kaum nennenswerte Fassadengestaltungen mit dieser neuen Kunstform zu bieten hatte. Durch meine vielen Reisen und befreundete Sprayer weiß ich, dass Leipzig, Dresden und sogar Zwickau da schon einiges vorweisen können. So entstand die Idee, ein Mural zu gestalten, das einerseits als Werbung dient, gleichzeitig aber auch durch eine freie Interpretation das Zeug haben soll, sich mit internationalen Bildern dieser Art messen lassen zu können. Dabei stehen die Chancen für das Chemnitzer Werk nicht schlecht, dass es in deutschen und ausländischen Büchern und dem einen oder anderen Fachmagazin veröffentlicht wird. Denn im Gegensatz zu den meisten Arbeiten anderer Wohnungsunternehmen, die sich von Graffitikünstlern Fassaden gestalten ließen, war hier nicht die „glücklich hier wohnen zu dürfen“-Ideologie vordergründig, sondern der künstlerische Aspekt.