Kürzungen bedrohen Uni-Bibliothek: Promovierendenverband fordert Umdenken!

Mit einer Petition will der Verband der angehenden Doktoren der Leipziger Universität verhindern, dass der Uni-Bibliothek Mittel in Höhe von 400.000 Euro gekürzt werden. Auch die Leipziger Linksfraktion unterstützt die Aktion. +++

Die Kürzungen bedeuten langfristig die Abschaffung der Online-Datenbanken, die aber für den Forschungsbetrieb der Uni essentiell sind. Ebenfalls bedroht ist das 24-Stunden-Angebot der Campusbibliothek. Den Service, auch nachts lernen zu können, nutzen viele Studenten regelmäßig. Außerdem können viele Studierende  oft nur in den Nachtstunden in bestimmte Fachliteratur Einblick bekommen, da sie tagsüber meist vergriffen ist. Die Kürzungen haben außerdem zur Folge, dass in einzelnen Fachbereichen, beispielsweise in den Sozialwissenschaften, bereits seit Monaten keine Fachliteratur angeschafft werden kann.

„Das ist für den Forschungsstandort Leipzig eine einzigartige Blamage und unhaltbarer Zustand.“, so die Linksfraktion in einer offiziellen Stellungnahme zum Sachverhalt. 

„Während gleich nebenan ein millionenschwerer Neubau entsteht, werden für einen Universitätsbetrieb essentielle Grundlagen strukturell eingeschränkt. Hier ist die Landespolitik in der Pflicht, umzusteuern. Ansonsten bleibt ihr Credo, im bevorstehenden Doppelhaushalt eine Bildungsoffensive zu starten, reines Lippenbekenntnis. Dagegen gilt es, sich wirkungsvoll zur Wehr zu setzen.“, so die Leipziger Linke abschließend.