Kürzungen bei der Universitätsbibliothek Leipzig

Das Land Sachsen kürzt erneut erheblich bei den Universitäten. Dies steht seit dem 26. Juli fest. Der Universitätsbibliothek Leipzig fehlen im laufenden Jahr bis zu 1,1 Millionen Euro. Forschung und Lehre befinden sich in Gefahr.+++

Im Jahr 2013 treffen die Universität Leipzig Kürzungen im Sachkostenbereich in Höhe von fast 20 Prozent. Darunter hat auch die Universitätsbibliothek Leipzig zu leiden, da die Kürzungen auch den Erwerbungsetat betreffen. Zudem stehen Zuweisungen von Sondermitteln aus dem Ministerium in Dresden noch aus. Momentan muss dadurch von einem Defizit von bis zu 1,1 Millionen Euro ausgegangen werden. Infolge dessen sieht sich die UBL gezwungen, wichtige Datenbank- und Zeitschriftenverträge vorsorglich zu kündigen.

„Vergleicht man die finanzielle Ausstattung mit anderen Universitäten, zeigt sich deutlich, dass hier nicht auf hohem Niveau gejammert wird, sondern dass das Land Sachsen dabei ist seine Hochschulen großflächig kaputt zu sparen“ kritisiert Adelheid Noack, Referentin für Hochschulpolitik im Studentenrat der Uni Leipzig. Die sogenannten Sondermittel des Landes gehören, entgegen der Bezeichnung, seit Jahren zum notwendigen Grundetat der Bibliothek. Dies kam durch die erheblichen Preissteigerungen seitens der Verlage und die geringer werdenden Mittel seitens des Landes Sachsen zustande.

Sollten im Laufe des Jahres weitere Gelder bewilligt werden, müssen die bereits gekündigten Verträge neu verhandelt werden. Dies führt wahrscheinlich zu schlechteren Konditionen und damit Preissteigerungen, die durch die Monopolstellung der Wissenschaftsverlage nicht umgangen werden können.