Kulkwitzer See droht „umzukippen“

Leipziger Taucher schlagen Alarm: Am Kulkwitzer See droht eine Naturkatastrophe.

Denn in dem beliebten Gewässer wird der Sauerstoff knapp, Fische und Pflanzen sind bedroht. Paradoxerweise haben vermeintliche Tierfreunde das Dilemma ausgelöst. Viele Leute schleppen beutelweise Brot und Küchenabfälle zum „Kulki“, um damit ansässige Wasservögel zu füttern. Gut gemeint, aber mit ungeahnten Folgen, wie Joachim Weiß vom Taucherverein „Delphin“ warnt. Denn der Fütterwahn zieht immer mehr Federvieh zum See. Deren vermehrte „Hinterlassenschaften“ führen unter Wasser zur Bildung von Blaualgen, die giftige Stoffe absondern. Die Folge: Sauerstoffmangel.

Außerdem werden Fische von Egeln und anderen Parasiten befallen – für viele das Todesurteil. Im schlimmsten Fall droht der See umzukippen. Tauchverein und Seebetreiber fordern nun ein Fütterverbot und entsprechende Hinweisschilder. Aber die Stadt sieht darin wenig Sinn, weil sie Vandalismusschäden fürchtet. Umweltchefin Angelika Freifrau von Fritsch hofft, dass die Spaziergänger am „Kulki“ von alleine zur Vernunft kommen, damit die Naturidylle im Leipziger Westen noch lange erhalten bleibt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.leipziger-delphine.de und unter www.kulkwitzersee.com