Kultur und Wirtschaft auf Parallelen-Suche

Leipzig – Wie sich kreatives Potenzial vielleicht ökonomisch fördern lässt und wie das widerum für die Wirtschaft einen positiven Effekt erzielen kann, darüber diskutierten am Dienstagabend Akteure aus Kultur und Wirtschaft bei der Veranstaltungsreihe „Impuls Kulturpolitik“ im Kunstkraftwerk.

Kunst = Kapital. So lautet die Formel, die der Künstler Joseph Beuys 1980 bei der Biennale von Venedig aufstellte. Damit wollte er das finanzielle Denken aufheben und das kreative Potenzial als eigentliches Kapital etablieren.

Wie sich kreatives Potenzial vielleicht doch ökonomisch fördern lässt und wie das widerum für die Wirtschaft einen positiven Effekt erzielen kann, darüber diskutierten am Dienstagabend Akteure aus Kultur und Wirtschaft bei der Veranstaltungsreihe „Impuls Kulturpolitik“ im Kunstkraftwerk.

Dem voran muss erst einmal eine sprachliche Ebene gefunden werden, die von beiden Seiten verstanden wird. Aufeinander zuzugehen und ins Gespräch kommen, so lautete das gemeinsame Credo.

„Wenn man sich als Künstler oder Kulturschaffender versteht, der etwas in die Gesellschaft einbringt und als Wirtschaftsmensch natürlich auch wertschöpfend unterwegs ist, entdeckt man plötzlich ganz viele Parallelen. Mit einem gesunden Menschenverstand können alle Menschen dieser Art zusammenkommen und sich einfach mal austauschen. Man muss nicht immer einen Vermittler haben, der dann die Leute zusammenführt. Das Direkte ist oft das Beste“, beschrieb Holger Krause, Sänger bei amacord.

Die Reihe „Impuls Kulturpolitik“ ist eine Plattform für aktuelle künstlerische und politische Diskurse: Das Dezernat Kultur lädt Akteure aus Kunst und Kultur, Politik und Wissenschaft regelmäßig zur öffentlichen Diskussion kulturpolitischer Fragestellungen ein.