Kulturpalast Dresden: “Machbare und billigere Sanierung endlich prüfen!“

So der Verein Dresdens Erben. Er wendet sich nochmals ausdrücklich gegen die Absicht, ein Baudenkmal, das zugleich als Stadthalle eine hohe kulturpolitische Bedeutung hat, zu zerstören und dafür ohne Not Geld zu verschwenden. +++

Statement von Dresdens Erben e.V. zum Thema „Finanzierung Kulturpalast“

Wer erwartet hatte, dass die Stadt die Zeit seit der Fördermittelabgabe genutzt hätte, um gründlich Bilanz zu ziehen, sah sich enttäuscht. Sie präsentierte nach wie vor den problembehafteten, weil enorme Kosten verursachenden Radikalumbau des Kulturpalastes und bemühte dazu längst überholte Zahlen aus der Entwurfsplanung der Machbarkeitsstudie. Statt munter in Töpfe zu greifen, die für ganz andere, nicht weniger wichtige städtische Aufgaben angelegt wurden, gehört ein seriöser Kostenvergleich auf den Tisch. Den Zahlen, die sich aus dem aktuellen Planungsstand ergeben, sind diejenigen einer behutsamen Sanierung des Baudenkmals gegenüber zu stellen, die u. a. mit viel geringeren als den angesetzten Brandschutzmaßnahmen auskommt. Dazu liegt aktuell ein ergänzendes Gutachten von Prof. Andreas Nietzold vor, einem ausgewiesenen Experten im Umgang mit denkmalgeschützten Gebäuden. 

Letztendlich ändert sich an dem Projekt gar nichts, weshalb wir unsere Ablehnung auch nicht aufgeben können“, sagte Jana Knauth. „Kulturpolitisch ist es eine Katastrophe, denn von der Stadthalle im Zentrum kann nach der Umsetzung der Pläne keine Rede mehr sein. Sämtliche Kritikpunkte das Konzept betreffend werden in den Wind geschlagen. In jedem Fall muß man den Umgang mit diesem wichtigen Denkmal der Stadt beklagen“, so die Vereinsvorsitzende abschließend.

Jana Knauth
Dresdens Erben e.V.

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!