Kulturpalast: Stadt hat kein Interesse an außergerichtlicher Lösung für Festverglasung

Inzwischen haben die Investoren Klage gegen die Stadt Dresden und ihren „Schildbürgerstreich“ Festverglasung auf Grund unterbliebener Schallschutzmaßnahmen am Kulturpalast eingereicht. +++

 
Lesen Sie hier eine Mitteilung von der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V.

Vor nun schon einigen Wochen erhielt die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V. (GHND) beiliegende Antwort auf die gestellten Fragen ihres Offenen Briefes vom 09.03.2015 durch den Baubürgermeister der Stadt Dresden. Trotz sofortiger Bitte um Einsichtnahme in die zwei im Schreiben genannten Schallschutz-Gutachten und dem Angebot zu einem Runden Tisch mit den Investoren kam die Verwaltung dieser Bitte bis heute nicht nach. Die GHND empfindet deshalb die immer wieder von der Verwaltung propagierte Bürgerbeteiligung als ein Lippenbekenntnis ohne konkretes Fundament. Sie bezweifelt weiterhin, dass keine erhöhten Schallschutzimmissionen auf die Bewohner der Bestandsbauten in der Schloßstraße, Sporergasse und Schössergasse zukommen.

Inzwischen haben die Investoren Klage gegen die Stadt Dresden und ihren „Schildbürgerstreich“ Festverglasung auf Grund unterbliebener Schallschutzmaßnahmen am Kulturpalast eingereicht. Es deutet sich an, dass damit auf Jahre ein Baustopp am Neumarkt erfolgt, da Gerichte eine Grundsatzentscheidung treffen müssen. Darüber hinaus darf die Stadt bis dahin auf ihre Grundstückserlöse warten, die sie schon in ihren Haushalt eingeplant hatte. Die GHND will so lange nicht warten. Sie wird nunmehr ihrerseits die Frage nach dem Umgang mit Bauherren/Investoren, die für diese Stadt hochwertige Wohnungen errichten und damit den angespannten Wohnungsmarkt entlasten, in den OB-Wahlkampf einbringen. Aus Kreisen der Investoren ist zu vernehmen, dass man durchaus an einer Lösung noch vor einer Gerichtsentscheidung interessiert ist und auch eine einvernehmliche Kostenlösung anstrebt. Es stellt sich die Frage: Wie will der/die zukünftige Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin zusammen mit den Investoren – in diesem Fall konkret am Neumarkt – an der Lösung von Problemen arbeiten. Es steht die Meinung einer investorenfeindlichen Politik auf der einen Seite und berechtigter Interessen der Stadt auf der anderen Seite im Raum.

Wie kann ein Ausgleich erreicht werden? Welche Lösungsansätze gibt es für die Zukunft, um solche Situation nicht eskalieren zu lassen? Die Antwort erwarten wir auf unserer Veranstaltung unter dem Titel

Bauen und Wohnen in Dresden – Wie weiter Frau/Herr OB-Kandidat?
am 29. Mai 2015, ab 18.00 Uhr im Kulturrathaus, Königstraße 15

von den OB-Kandidaten: Dr. Eva-Maria Stange, Dirk Hilbert, Markus Ulbig und Stefan Vogel. Als externe Fachberater nehmen die Architekten Prof. Christoph Mäckler aus Frankfurt/Main und Tobias Noefer aus Berlin teil. Moderiert wird der Abend vom Architektur- und Kulturkritiker der Zeitung DIE WELT, Dr. Dankwart Guratzsch.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Es sind alle eingeladen – auch um Fragen an die OB-Kandidaten zu stellen. Die Veranstaltung wird von DRESDEN FERNSEHEN aufgezeichnet und später mehrfach ausgestrahlt.

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