Kultursommer Dresden – Das große Finale

Dresden - Zum großen Abschlusswochenende des ersten Dresdner Kultursommers steht den Zuschauern und Besuchern ein musikalisches Programm der Extraklasse bevor.

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Am Freitagabend lädt die Dresdner Indie-Folk-Band "No King. No Crown" ab 20 Uhr ein, den Kopf auszuschalten und dem Herzen zu folgen. Mit atmosphärischen Beats und berührenden Melodien erzählt die Band von reisenden Gedanken und salziger Einsamkeit. Was zunächst als Soloprojekt von Sänger und Songwriter René Ahlig vor 10 Jahren startete, hat sich nun als feste Größe der lokalen Bandszene entwickelt. Über 55 Konzerte in Deutschland, der Schweiz und England haben die drei Musiker allein 2019 gespielt.

Auch online kommt der Indie-Folk-Sound mit Einflüssen aus Akustik, Electronica und Ambient so gut an, dass bereits über 4 Millionen Aufrufe auf Spotify und mehr als 1 Million Views auf YouTube verzeichnet werden konnten. Der neuste Song „Out into the Wild“ ft. Broken Forest samt YouTube-Video ist kaum eine Woche alt und so können sich die Besucher auf ein stimmungsvolles Live-Konzert auf der Wiese am japanischen Palais freuen.

 

Weiter geht es am Samstag mit dem Indie-Pop-Duo „KLAN" aus Leipzig/Berlin, die mal punkig-politisch, mal mit großem Herzschmerz ihre Leidenschaft für die Musik und das Leben zelebrieren und dies ab 20 Uhr auf der Kultursommerbühne teilen. Mit ihrem Debüt-Album „Wann hast du Zeit“ und den beiden Halben „Winterseite“ und „Sommerseite“ landeten die Brüder in den letzten Jahren schnell mitten im Zentrum der zeitgenössischen Popkultur und auf den Bühnen des Landes. Anfang Juni diesen Jahres folgten dann die ersten Songs „Nacht“ und „Unendlichkeit“ des neuen Post-Lockdown-Albums, das 2023 veröffentlicht wird.

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Mit pumpenden Beats und wohligem Retro-Synths-Sound, bisschen Disco, bisschen Wave und jeder Menge Pop wird hier die Aufbruchstimmung nach zwei Jahren Entbehrung gefeiert. Am Samstag können Interessierte gemeinsam auf das Leben anstoßen und auf der Wiese am japanischen Palais das Tanzbein schwingen.

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Am Sonntag eröffnet ab 18 Uhr die Singer-Songwriterin Tara Nome Doyle den Abschlussabend. Mal mit zarten Melodien, dann wieder mit rohem Gesang und intimen Texten begeistert und berührt die Berlinerin mit irischen und norwegischen Wurzeln seit ihrem ersten Release 2018 durch ihre mitreißenden Kompositionen. Beliebt ist sie nicht nur in der hießen Presse, auch in Netflix und HBO Produktionen kann man ihrem Sound begegnen. In ihrem neuem Album „Vaermin“ spielt sie mit der Gegensätzlichkeit, erzählt von Traurigkeit, dem Streben nach idealisierter Liebe und vom Unbehagen, aber auch von Geborgenheit und Freude.

Ab 20 Uhr übernimmt das Duo OEHL aus Wien die Bühne zum Grand Final. Mal als „eine Mischung aus Tocotronic und Tame Impala“, mal als „wunderbar cooler, unkitschiger deutschsprachiger Pop“ beschrieben, Oehl ist zugleich Tanzbar, malerisch, poetisch, einnehmend und Präsent. In ihren Texten gibt es kein Thema, vor dem sie zurückschrecken, die Lieder der neuen EP „100% Hoffnung“ handeln von Kapitalismuskritik, Klimakrise, Arbeitswelt, Zukunftsängste, Bankenpleiten oder dem Umgang mit Geflüchteten und das ohne belehrend oder extrem pessimistisch zu klingen. Inhaltlich wie musikalisch verlaufen die Übergänge fließend, bei Oehl trifft Melancholie auf Leichtigkeit, es darf geschwelgt und getanzt werden. Mit Oehl lassen die Veranstalter den ersten Dresdner Sommer gebührend ausklingen und sehen das Wochenende als gelungenen Auftakt für das Kulturprogramm im kommenden Sommer am japanischen Palais.