Kultusminister Wöller besucht Amtskollegin Dorothea Henzler in Hessen

Kultusminister Roland Wöller trifft sich am Mittwoch in Wiesbaden mit seiner hessischen Amtskollegin Dorothea Henzler. Durch einen intensiven Erfahrungsaustausch soll sich die Schulbildung in Sachsen verbessern. +++

 
„Die Spitzenposition beim Bildungsmonitor ist für uns kein Ruhekissen. Auch Sachsen kann von anderen Bundesländern noch lernen. Deshalb legen wir Wert auf einen intensiven Erfahrungsaustausch“, so Kultusminister Wöller.

Im Mittelpunkt steht ein Besuch im hessischen Institut zur Qualitätsentwicklung (IQ). Hier wird sich Minister Wöller unter anderem über das Verfahren der Schulinspektionen informieren. „Für mich ist natürlich auch wichtig, zu erfahren, wie die Umsetzung der zentralen Abschlussprüfungen in Hessen voranschreitet und inwiefern Interesse für ein länderübergreifendes Abitur besteht“, erklärte Wöller. Der Freistaat Sachsen strebe in ausgewählten Fächern gemeinsame Prüfungsaufgaben für die Abiturprüfungen 2013/2014 in Sachsen, Sachsen-Anhalt und weiteren Ländern an. „Ich würde mich sehr freuen, wenn Hessen hier mit uns an einem Strang zieht“, so Wöller weiter.

Die Eltern hätten ein Recht darauf, dass im Rahmen des Bildungsföderalismus die Länder zu einheitlichen Standards und zur Vergleichbarkeit kommen. Mobilität und der Umzug von Familien mit schulpflichtigen Kindern sollten ohne große Probleme zu bewältigen sein. So soll auch eine Möglichkeit gefunden werden, wie die bisherige Zusammenarbeit mit dem sächsischen Pendant (SBI – Sächsisches Bildungsinstitut) weiter ausgebaut werden kann.  

Geplant ist außerdem ein Schulbesuch an einer beruflichen Schule in Limburg. Hier wird sich Kultusminister Roland Wöller einen Überblick über das Modellprojekt „Selbstverantwortung plus“ verschaffen. Es geht dabei um eine größere Selbstständigkeit von Schulen. Entscheidungen sollen nach Möglichkeit dort getroffen werden, wo sie sich auswirken. „Die Eigenverantwortung von Schule spielt auch in Sachsen eine Rolle. Sie ist unabdingbar für ein leistungsfähiges, qualitatives Bildungssystem. Die Ergebnisse des Modellprojekts werden für unsere Schulen wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung liefern“, so Wöller.  

Auch die Führungsakademie, die in Hessen zur Fortbildung von Schulleitern dient, wird ein Bestandteil der Gespräche sein. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir die hessischen Erfahrungen für die Weiterentwicklung der sächsischen Führungskräfteausbildung nutzen, denn die Herausforderungen an Schulleiter und Lehrer besonders im Bereich Qualitätsentwicklung werden in Zukunft steigen“, machte Wöller deutlich. In Sachsen müssen bis 2014 aufgrund von Altersabgängen rund 500 Schulleiterstellen neu besetzt werden. „Wir müssen daher schon heute bei den jungen Lehrern für schulische Führungsaufgaben werben und sie dafür ausbilden“, betonte Wöller. Schulleiter seien die zentralen Führungskräfte im Bildungsbereich. Von ihnen hängen die Motivation der Lehrkräfte, die Schulentwicklung und damit auch der Erfolg einer Schule und ihrer Schüler ab.

Quelle: SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR KULTUS UND SPORT

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