Kunden wehren sich gegen Inkassoforderungen

Chemnitz – Mahnungen, SCHUFA-Einträge und Forderungen – diese Worte müssen Kunden des Energiedienstleisters Care Energy seit mehren Jahren in ihrer Post lesen. Mit Preisen die man nicht abschlagen konnte, wurden die Betroffenen von dem Stromanbieter geködert.

So auch Matthias Mizera. Er erfuhr über eine Freundin von Care Energy. Zu Anfang war er auch zufrieden mit den versprochenen Leistungen.

Mit dem am 17. Februar 2017 angemeldeten Insolvenzverfahren und dem Tod des alleinigen Geschäftsführers begann für Matthias Mizera der große Ärger, der bis heute anhält.

Um sich zu wehren ist Matthias Mizera in einer Facebookgruppe aktiv, in der sich Betroffene austauschen und gegenseitig helfen können. Trotz Hilfe und Trost der Mitstreiter verspürt Matthias Mizera eine große Wut, denn Besserung scheint nicht in Sicht zu sein

Aber sind die Kunden von Care Energy hier wirklich auf sich selbst gestellt? Wir haben bei der Verbraucherzentrale nach den Möglichkeiten für die Betroffenen gefragt. Ob die Forderungen überhaupt zulässig sind, müsse dabei laut Verbaucherberaterin Laura Scholler im Einzelfall geprüft werden. Es sei dabei fraglich ob die Insolvenzverwalter Forderungen von Care Energy überhaupt geltend machen dürfen und ob es einen Forderungsübertrag vom eigentlichen Vertragspartner an eine andere Care Energy Firma gab. Doch wie können die Verbraucher dagegen vorgehen?

Bei Matthias Mizera scheint jedoch alles ein Happy End zu nehmen. Gegen den Niederwürschnitzer liegen keine Forderungen mehr vor. Doch aktuelle Ereignisse bringen Ihn dazu, weiter zu kämpfen. So ignoriert der Energiekonzern beispielsweise die mittlerweile abgelaufene Verjährungsfrist der Forderungen.

Matthias Mizera will weiterhin über das Vorgehen von Care Energy aufklären und verhindern, dass Kunden sich unberechtigten Forderungen aussetzen müssen.
Alle Betroffenen können sich bei der Verbraucherzentrale beraten lassen und auch der Facebookgruppe „Care Energy Betroffene und Erfahrungen“ beitreten.