Kundgebungen in Chemnitz verlaufen friedlich

Am Samstagnachmittag haben in Chemnitz Asylsuchende und Symphatisanten gemeinsam unter dem Motto „Solidarität mit den Flüchtlingen“ demonstriert.

Auf dem Theaterplatz versammelten sich nach Polizeiangaben rund 300 Menschen zur Auftaktkundgebung.

Damit sollte zum einen auf die prekäre Lage der Flüchtlinge aufmerksam gemacht werden, zum anderen sollte die Demo ein Zeichen gegen Vorurteile und Kriminalisierung der Asylbewerber setzen.

An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter des Stadtrats und der Stadt teil.

Interview: Miko Runkel (parteilos), Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Umweltschutz

Anschließend zogen die Teilnehmer der Kundgebung in einem Demonstrationszug zum Karl-Marx-Kopf. Dort fand die Veranstaltung gegen 16 Uhr ihren Abschluss.

Nahezu zeitgleich veranstaltete auch die Initiative „Chemnitz wehrt sich“ eine Kundgebung am Schillerplatz.

Hier versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 300 Menschen unter dem Motto „Verfehlte Asylpolitik“.

In den Redebeiträgen wurde vor „Überfremdung“ und einem „Verlust deutscher Kultur“ aufgrund steigender Asylbewerberzahlen gewarnt.

Kritiker von „Chemnitz wehrt sich“ werfen der Initiative vor, nicht nur nicht rechtspopulistische Positionen zu vertreten, sondern auch bei der Organisation und Ausführung von Aktivitäten von rechtsextremen Kräften unterstützt zu werden.

Die Polizeidirektion Chemnitz war insgesamt mit 100 Beamten vor Ort, um die Teilnehmer beider Kundgebungen voneinander zu trennen.

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