Kunst am Neumarkt – Offene Fassaden laden zum Erkunden ein

Am Montag findet um 10 Uhr am Neumarkt der Auftakt des Kunstprojektes „Neumarktfenster“ der Dresdner Künstlerin Anke Binnewerg statt. Für vier Monate sind dabei Gebäudefassaden nach dem Prinzip archäologischer Befundfenster geöffnet. +++

Die Dresdner Künstlerin Anke Binnewerg legt mit ihrem Projekt „Neumarktfenster“ den Blick auf die Entstehungszeiten von zehn Gebäuden auf dem Neumarkt frei. Dafür öffnet sie Gebäudefassaden nach dem Prinzip archäologischer Befundfenster. Geöffnet sind diese für vier Monate, den Sommer über bis 20. September 2013 und laden ein, den Neumarkt und die Geschichte seiner Bauten zu erkunden. Zum Auftakt des Kunstprojektes am Montag, 13. Mai 2013, 10 Uhr an der Heinrich-Schütz-Residenz am Neumarkt 12 sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Der Amtsleiter des Kultur und Denkmalschutzamtes, Manfred Wiemer spricht über die Intentionen des Projektes. Anschließend wird das erste „Neumarktfenster“ an der Fassade der Heinrich-Schütz-Residenz freigelegt. Im Laufe der Woche folgen die übrigen neun Befundfester. Flyer mit Informationen zum Projekt und den Orten der Befundfenster sind ab 13. Mai 2013 kostenfrei in Boxen auf dem Areal des Neumarktes erhältlich.
Mit ihren „Neumarktfenstern“ ermöglicht Anke Binnewerg einen Blick hinter die Gebäudehüllen. Hier liegen wesentliche Informationen für die Rekonstruktion der jüngeren Vergangenheit verborgen. Die Befundfenster bieten Passanten Informationen zur Baugeschichte, Konstruktion und Entstehungszeit der Gebäude. Alle zehn „Neumarktfenster“ zusammen ermöglichen einen Einblick in die Restaurierungs- und Wiederaufbaugeschichte des Areals ab dem Ende des 2. Weltkrieges. Unter den zehn „Neumarktfenstern“ gibt es auch bereits offen liegende Bauschichten, wie die „stehenden Bauteile“ der Frauenkirche sowie Baubefunde in Residenzschloss, Landhaus, Lipsiusbau, Akademiegebäude und der Tiefgarage unter dem Neumarkt.

Weitere Veranstaltungen zum Projekt:
Montag, 27. Mai 2013: Rundgang zum Projekt mit Bürgermeister Dr. Ralf Lunau. Treffpunkt: Heinrich-Schütz-Residenz.
Montag, 1. Juli 2013, 18.30 Uhr bis 20 Uhr: Dresdner Restauratorengespräch im Aktsaal der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Brühlsche Terrasse 1.
Freitag, 20. September 2013, 16 Uhr: Projektende mit Verschließen des letzten Fassadenfernsters, Hilton Dresden.
Informationen auch unter www.anke-binnewerg.de

Realisiert werden Anke Binnewergs „Neumarktfenster“ als eines von zwei Projekten, die von der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Dresden 2012 im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs für Dresdner Künstlerinnen und Künstler ausgewählt wurden. Die Arbeiten sollten sich mit spezifischen stadträumlichen Bedingungen in Dresden und den Potenzialen der alltäglich erlebten Stadt auseinandersetzen. Neben „Neumarktfenster“ wird ab Ende Juni auch André Tempels Installation „Amalia“ auf einer Verkehrsinsel in der Nähe des Rathauses entstehen.

Quelle: Dresden – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit